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Bio-Bier für Sohland

Extra für den Ort wird ein besonderer Gerstensaft gebraut. Damit wird das künftige Begegnungscafé unterstützt.

Regina und Dietgar Thiemann hats geschmeckt: Das Bio-Bier gab es beim Tag der offenen Baustellentür des künftigen Begegnungscafés.
Regina und Dietgar Thiemann hats geschmeckt: Das Bio-Bier gab es beim Tag der offenen Baustellentür des künftigen Begegnungscafés. © Constanze Junghanß

Ein Bierchen – oder auch mehr – für den guten Zweck: Das Lausitzer Bio-Landbier wird extra für den Verein „Sohland lebt“ gebraut. Regina und Dietgar Thiemann gehörten jetzt mit zu den „Vorkostern“. Beim Tag der offenen Baustellentür des künftigen Begegnungscafés in der Rotsteingemeinde wurde der Gerstensaft ausgeschenkt.

„Wir wollen den Verein unterstützen“, begründet Regina Thiemann die Kostprobe und sagt auch, dass das Bier „ausgezeichnet schmeckt.“ Mit jedem Kauf des Getränks landet ein Teil der Einnahmen in der Vereinskasse. „Sohland lebt“ errichtet im Dorf ein Begegnungscafé unterhalb von Schloss Mittelhof als Anlaufpunkt im Ort. Dafür wird neben den bisherigen Fördermitteln auch weiteres Geld benötigt.

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Die Bier-Aktion ist eine Premiere für den Verein und die Besucher. Künftig soll das von der Wittichenauer Stadtbrauerei produzierte Getränk einmal monatlich über den Landkorb zu erwerben sein. Der Landkorb ist ein Bestellsystem, wo regionale und Bioprodukte bestellt und – vorerst – in der alten Bäckerei abgeholt werden. Ist das Café fertig, zieht die Abholstelle dahin um. Auch in der Görlitzer Naturostarche werden die Flaschen verkauft und es gibt Gespräche mit dem neuen Bio-Laden Löbau. „Für den Verein ist das eine kleine zusätzliche Einnahmequelle“, sagt Ellinor von Recklinghausen von „Sohland lebt“.

Etiketten hat der Verein selbst entworfen

Worum es geht, steht auf den Etiketten. „Durch den Kauf dieser Flasche unterstützt du Kunst und Kultur, Jugend- und Altenhilfe sowie bürgerschaftliches Engagement in der Lausitz.“ Die Etiketten hat der Verein selbst entworfen. Mehr als 20.000 Stück wurden gedruckt.

Der Verein hat sich an die Wittichenauer Brauerei gewandt, weil diese zu den wenigen Brauereien gehöre, die auch Bio-Bier herstellt. Das passt ins Konzept des Vereins, dem Nachhaltigkeit und Regionalität wichtig sind. „Wir haben dieses Bier direkt für den Verein gebraut“, bestätigt Johannes Glaab, Vertriebschef der Wittichenauer Stadtbrauerei. Auch die Etiketten werden vom Unternehmen auf die Flaschen geklebt. „Gedruckt werden sie in Zittau“, erzählt Johannes Glaab.

Die Sohländer seien selbst auf die Brauerei zugekommen. Und weil die Wittichenauer die Idee gut fanden, möchten sie so das Vereinsprojekt mit unterstützen. Sie geben das Bier zu einem Sonderpreis ab. „Das ist schon eine kleine Ausnahme“, sagt Johannes Glaab. Bisher wurde Lausitzer Bio-Landbier für Sohland für etwa 200 Kästen produziert. Nun müsse geschaut werden, wie das Getränk angenommen wird. Kommen die beiden Sorten gut an, wird weiter gebraut.

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