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Polen "nur" noch Risikogebiet - was sich jetzt ändert

Für Berufspendler gibt's Auswirkungen. Der kleine Grenzverkehr in Görlitz/Zgorzelec mit Einkaufen ist noch nicht möglich, zumindest nicht ohne Quarantäne.

Polen gilt als Risikogebiet. Erleichterungen im Grenzverkehr bedeutet das aber bisher kaum.
Polen gilt als Risikogebiet. Erleichterungen im Grenzverkehr bedeutet das aber bisher kaum. © Fotograf: xcitepress

Seit Sonntag gilt Polen nicht mehr als Hochinzidenzgebiet. Das Robert-Koch-Institut hat die Einstufung aufgrund der sinkenden Corona-Fallzahlen im Nachbarland aufgehoben. Als Risikogebiet allerdings gilt Polen weiterhin.

Die Infektionszahlen liegen in Polen derzeit ähnlich wie im Februar. Das bedeutet eine deutliche Entspannung, denn von der dritten Welle war das Nachbarland, ähnlich wie Tschechien, hart getroffen. Höhepunkt war die Zeit Ende März und Anfang April, als die täglichen Infektionszahlen teils über die 35.000 stiegen. Polen hat rund 38 Millionen Einwohner. Insgesamt waren seit Beginn der Pandemie über 2,8 Millionen Menschen nachweislich infiziert, über 70.000 Menschen starben.

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Am Freitag meldete Polen laut der WHO rund 6.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, am Sonntag rund 3.800. Aufgrund der sinkenden Zahlen, auch der entspannteren Lage an den Kliniken, hat die polnische Regierung einen Mai-Öffnungsplan festgelegt. So durften nach mehreren Wochen mit einem harten Lockdown kürzlich die Friseure und Einkaufszentren wieder öffnen. Am Wochenende konnten die Hotels mit Gästebegrenzung und Hygienekonzept ihren Betrieb wieder aufnehmen, ab 15. Mai soll etwa die Außengastronomie wieder öffnen.

Erleichterungen für Berufspendler

Das bedeutet für die Görlitzer noch nicht viel, einige Änderungen gibt es durch die Einstufung als Risikogebiet aber doch an der Grenze: Für Berufspendler, die regelmäßig nach Sachsen einreisen, gilt wieder die frühere Regelung mit einem Test pro Woche, den sie vorlegen müssen: Bereits von Oktober bis März galt Polen als Risikogebiet.

Für Reiserückkehrer gilt nach wie vor eine Test- und Quarantänepflicht. Ein negativer Test ist spätestens 48 Stunden nach der Einreise vorzulegen, muss aber nicht mehr - wie zuletzt - bereits beim Grenzübertritt mitgeführt werden. Die Quarantäne gilt zehn Tage lang, "es besteht auch weiterhin die Möglichkeit der Verkürzung auf fünf Tage, wenn erneut ein negativer Test vorgelegt wird", erklärt das Sozialministerium Sachsen.

Kleiner Grenzverkehr ist untersagt - mit wenigen Ausnahmen

Der kleine Grenzverkehr bleibe auch weiterhin untersagt - oder ist nur mit der anschließenden Quarantäne möglich. Es gibt aber auch Ausnahmen: "Von der Quarantäne befreit sind zudem Personen, die sich im Rahmen des Grenzverkehrs mit triftigem Grund weniger als zwölf Stunden im Risikogebiet aufgehalten haben", erklärt das Sozialministerium. Das gilt zum Beispiel bei einem wichtigen medizinischen Termin oder wenn man familiäre Gründe vorweisen kann. "Triftiger Grund“ schließe aber weiterhin das Einkaufen, die private Teilnahme an einer kulturellen Veranstaltung oder sonstige Freizeitveranstaltungen aus.

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Eine noch offene Frage ist, wie sich die Neuregelungen für Personen, die genesen sind oder den vollständigen Impfschutz haben, auswirkt. Eigentlich gilt in Sachsen: Die Quarantänepflicht entfällt bis auf wenige Ausnahmen für Geimpfte und Genesene. Bei Grenzübertritten spielt aber auch die Bundeseinreiseverordnung eine Rolle, die an der Grenze umgesetzt wird, erklärt ein Sprecher des Sozialministeriums. Deren Aktualisierung liegt aber noch nicht vor, sie soll im Laufe der Woche kommen. Bis dahin bleibe es bei der alten Verordnung. Das Sozialministerium rät auch davon ab, nicht notwendige Reisen in ein Risikogebiet, als das Polen weiterhin gilt, zu unternehmen.

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