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Das letzte Shetlandpony ist tot

Der fast 33 Jahre alte Vierbeiner im Görlitzer Tierpark wird nach dem Lockdown keine Besucher mehr begrüßen können. Warum das Tier sterben musste.

Zum 30. Geburtstag konnte sich Ronny über eine pferdegerechte, leckere „Möhrentorte“ freuen.
Zum 30. Geburtstag konnte sich Ronny über eine pferdegerechte, leckere „Möhrentorte“ freuen. © Naturschutz-Tierpark Görlitz

So nah liegen Leben und Tod beieinander. Hatten sich die Mitarbeiter des Tierparks zuletzt über die ersten Lämmer des Jahres und das weiße Yakkalb Bri gefreut, so hieß es vergangenen Freitag Abschied nehmen. Shetlandpony Ronny, ein Urgestein des Zoos und das letzte seiner Art im Tierpark, ist tot, teilt Zoopädagogin Isa Plath mit.

Mit seinen fast 33 Jahren litt Ronny an altersbedingten Krankheiten. Seine Zahnprobleme und die unheilbare Hormonerkrankung Cushing hatten die Tierärzte und -pfleger lange Zeit gut im Griff. Ende Januar verschlechterte sich Ronnys Zustand jedoch zunehmend und Laboruntersuchungen zeigten, dass sich das Cushing-Syndrom verschlimmert und irreversible Schädigungen der Organe und des gesamten Stoffwechsels verursacht hatte. Daher gab man ihm nun Sterbehilfe.

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„Wir haben alles getan, um Ronny einen schönen, schmerzfreien und artgemäßen Lebensabend zu ermöglichen. Aufgrund der negativen Entwicklung seines Gesundheitszustands - trotz intensiver Therapie - war das Einschläfern jedoch zuletzt die einzig zu verantwortende Option“, erklärt Zootierärztin Viktoria Michel. (SZ)

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