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Geldautomaten-Manipulierern auf der Spur

Seit drei Jahren ermittelt die Polizei nun in dieser Diebstahl-Serie. Die Täter trieben unter anderem in Görlitz und Niesky ihr Unwesen.

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Symbolbild © dpa

Die Polizeidirektion Görlitz meldet neue Erkenntnisse in einer nun bereits drei Jahre zurückliegenden Diebstahl-Serie in Ostsachsen. Zwischen Mitte August und Ende Oktober 2019 hatten damals Unbekannte in den Landkreisen Bautzen und Görlitz insgesamt 21 Geldautomaten manipuliert und so Geld daraus gestohlen. Betroffen waren Bankfilialen in Bautzen, Doberschau-Gaußig, Obergurig, Großpostwitz, Hochkirch, Kubschütz, Görlitz, Kodersdorf, Niesky und Krauschwitz.

Die Ermittlungen führten die Kriminalisten über die Landesgrenzen hinaus. Tschechischen, polnischen und deutsche Polizei haben im Zusammenarbeit mittlerweile die Identität der vier Personen, die bereits seit November 2019 mit Fahndungsfotos der jeweiligen Überwachungskameras ausgeschrieben sind, herausbekommen: Es handelt sich um drei Männer im Alter von 30, 33 und 36 Jahren sowie eine 26-jährige Frau. In diesem Zusammenhang deckten die Ermittler weitere Straftaten im Leipziger Raum, dem Land Brandenburg sowie in der Tschechischen Republik und in der Republik Polen auf, die diese vier Tatverdächtigen verübt haben. Allerdings sind diese nach wie vor auf der Flucht. Das Kommissariat für Eigentum und Bandenkriminalität ermittelt weiter.

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Die Täter hatten einen Diebstahlschaden von circa 3.500 Euro und einen Sachschaden von etwa 4.000 Euro hinterlassen, so Polizeisprecher Kai Siebenäuger. Sie hatten die Klappe des Geldausgabeschachts entfernt und anschließend eine mit Klebstoff versehene Blende angebracht. Wollte ein Bankkunde dann Geld abheben, blieb das Ausgabefach verschlossen. Die Banknoten gingen zurück in den Automaten. Dabei blieben alle oder ein Teil der Scheine an dem Kleber hängen.

Weitere Meldungen aus dem (Bundes-)polizeibericht:

Polizei zieht illegalen Arbeitslohn ein

Bundespolizisten haben am Mittwoch an der Anschlussstelle Kodersdorf einen ukrainischen Kleintransporter mit sieben Schwarzarbeitern gestoppt. Die ukrainischen Männer im Alter von 54, 49, 33, 32, 31, 28 und 27 befanden sich gerade auf dem Heimweg in ihre Heimat. Anhand von mitgeführten Aufzeichnungen war den Fahndern schnell klar, dass die Ukrainer im Bundesgebiet ohne erforderliche Genehmigung gearbeitet hatten. Insgesamt wurden 9.245 Euro illegaler Arbeitslohn beschlagnahmt. Die Ukrainer müssen nun damit rechnen, abgeschoben zu werden. Das letzte Wort in diesem Zusammenhang hat die zuständige Ausländerbehörde Görlitz.

Maskenverweigerer laufen über die Berliner

Polizisten haben am Mittwochvormittag zwei Männer auf der Berliner Straße in Görlitz ohne Mund-Nasen-Bedeckung ertappt. Die Straße gilt als Fußgängerzone, weshalb dort die Tragepflicht besteht. Die 35- und 31-Jährigen bekamen eine Ordnungswidrigkeitenanzeige.

Peugeot-Fahrer ist berauscht unterwegs

An der A4 bei Kodersdorf haben Polizisten am Mittwochnachmittag die Fahrt eines 46-jährigen Peugeot-Fahrers ohne Führerschein gestoppt. Der Pole war in Richtung Dresden unterwegs. Außerdem testeten die Beamten den Mann positiv auf Drogen. Die Autobahnpolizisten untersagten die Weiterfahrt und fertigten entsprechende Anzeigen.

Temposünder vor Grundschulen und Kitas erwischt

Im Zuge der Aktion „Blitz für Kids“ haben Streifen des Görlitzer Reviers am Mittwoch einige Temposünder erwischt. Die Beamten nahmen mehrere Verkehrskontrollen vor, schwerpunktmäßig vor Kindertagesstätten und Grundschulen. Auf der Martin-Voß-Straße in Quitzdorf fuhren am Morgen 45 Fahrzeuge an der Messstelle vorüber. Vier davon zu schnell. Ein Mann fuhr mit 63 km/h durch die 30er-Zone. Ihm wird nun demnächst Post von der Bußgeldstelle ins Haus flattern. Die Polizisten ertappten zudem einen Verkehrsteilnehmer, der nicht angeschnallt war. Auf der Girbigsdorfer Straße in Görlitz fuhren zwei Fahrer vor der dortigen Schule schneller als die erlaubten 30 km/h. Beide Überschreitungen lagen im Verwarngeldbereich. Über 40 Fahrzeuge nahmen die Beamten am zeitigen Nachmittag ins Visier. Zur selben Zeit kontrollierten Beamte den Verkehr auf der Bahnhofstraße in Niesky. Von den 30 gemessenen Fahrzeugen waren drei zu schnell unterwegs. Sie kamen mit einem Verwarngeld davon.

Betrunkenen Radler gestoppt

Eine Streife des Görlitzer Reviers hat am Mittwochvormittag einen berauschten Fahrradfahrer auf der Reichenbacher Straße überprüft. Der 69-Jährige hatte vor seiner Fahrt Alkohol getrunken und pustete einen Wert von umgerechnet 1,72 Promille. Damit war die Fahrt des Deutschen beendet. Die Polizisten ordneten eine Blutentnahme an und erstatteten Anzeige wegen Trunkenheit im Verkehr.

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