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"Die Notsituation für Künstler ist noch längst nicht vorbei"

Bereits über 20 Görlitzer Künstlern hat die Aktion "Kunst ist Leben" geholfen. Nun werden die Auftritte geplant.

Mit Abstand, so fand voriges Jahr Kultur in Görlitz statt, hier etwa im Kühlhaus Weinhübel. Dass Künstler auch dieses Jahr nicht ganz auf dem Trockenen sitzen, dafür setzt sich eine Görlitzer Aktion ein.
Mit Abstand, so fand voriges Jahr Kultur in Görlitz statt, hier etwa im Kühlhaus Weinhübel. Dass Künstler auch dieses Jahr nicht ganz auf dem Trockenen sitzen, dafür setzt sich eine Görlitzer Aktion ein. © Nikolai Schmidt

Inzwischen kommen die Spender nicht mehr nur aus Görlitz und der Oberlausitz, sondern auch aus Berlin oder München: Rund 26.000 Euro sind über die Spendenaktion "Kultur ist Leben" bisher eingegangen.

Auf der anderen Seite stehen die Künstler. Sie können sich mit einer Veranstaltung bewerben, die sie dieses oder nächstes Jahr planen. Eine kleine Jury entscheidet über die Anträge. Die, die dabei sind, erhalten zeitnah ihre Gage. Die Möglichkeiten sind breit gefächert: Lesung, Hauskonzert, Schauspiel, Platzkonzert, Stadtführung. Im Grunde, erklärte Rainer Müller vom Aktionskreis Görlitz kürzlich, "kann sich die Stadtgesellschaft ein Kulturprogramm sichern, wenn auch ein kleines."

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Entstanden ist "Kunst ist Leben" aus einer Idee des Görlitzer Epidemiologen Roger Hillert und Lutz Kühne von der Marketingagentur Die Partner. Gerade Kühne hatte beruflich die Probleme für Einzelkämpfer unter den Kulturschaffenden mitbekommen. Sie taten sich mit dem Aktionskreis zusammen, der die Organisation von "Kunst ist Leben" in die Hand genommen hat. Ziel ist eine niedrigschwellige, möglichst unkomplizierte Hilfe für Görlitzer Kulturschaffende.

Bisher haben über 20 Künstler durch "Kultur ist Leben" eine Unterstützung erhalten, erzählt Lutz Kühne, "es reicht von Musik über Puppenspiel bis zur Lyrik oder Performance". Nun sind er, Hillert und der Aktionskreis dabei, Stück für Stück die Auftritte für dieses Jahr einzuplanen, "so können die Künstler auch etwas zurückgeben und es haben viele Görlitzer etwas von der gesamten Aktion, so dass es zu einem echten Kreislauf wird", erklärt Kühne. "Daher wünschen wir uns, dass in dieser für Kulturschaffende schwierigen Situation weiterhin gespendet wird - die Notsituation ist noch längst nicht vorbei."

Außerdem stehen jetzt Überlegungen an, "wie wir das Projekt über die Corona-Zeit hinaus aufrechterhalten und vielleicht sogar erweitern können."

www.kulturistleben-goerlitz.de

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