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Cannabis führt in Wohnung des Tatverdächtigen

Polizisten haben am Mittwoch in Görlitz einen Mann verfolgt und bei ihm Drogen entdeckt. Auch ein Corona-Regelbrecher schmuggelte Cannabis nach Deutschland.

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Symbolbild © dpa

Polizisten haben am Mittwochabend bei der Kontrolle eines 34-Jährigen in Görlitz Drogen und Zubehör entdeckt, teilt Polizeisprecher Sebastian Ulbrich mit.

Zunächst wollten die Polizisten den Deutschen auf dem Fahrrad am Hildegard-Burjan-Platz kontrollieren. Er versuchte zu fliehen, doch die Beamten ließen sich nicht abschütteln, verfolgten ihn über die Conrad-Schiedt-Straße und griffen ihn wenig später auf der Dr.-Friedrichs-Straße auf. Dort hatte der Mann knapp 30 Gramm Cannabis bei sich. Ein Staatsanwalt ordnete daraufhin an, seine Wohnung an der Salomonstraße zu durchsuchen. Wieder wurden die Beamten fündig: Mehrere Cliptüten mit kristallinen und grünpflanzlichen Anhaftungen sowie Utensilien für den Drogenkonsum und Geld in typischen Stückelungen erhärteten den Verdacht des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Der Kriminaldienst ermittelt. (SZ)

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Weitere Meldungen der Landes- und Bundespolizei:

Erneute Warnung vor Telefonbetrügern

Die Polizei warnt aus gegebenem Anlass erneut vor Betrügern am Telefon. Aktuell gehen zahlreiche Anzeigen vor allem in den Revieren Görlitz, Zittau-Oberland und Kamenz aufgrund von Schockanrufen ein.

Die Geschädigten berichten von angeblichen Verwandten und Polizisten, die am Telefon von Verkehrsunfällen in Polen erzählen. Bei diesen seien meist polnische Radfahrer oder Kinder getötet worden. Um zu verhindern, dass die vermeintlichen Angehörigen in Polen inhaftiert werden, wäre die Zahlung einer Kaution nötig. Die Kriminellen gaben zum Teil auch Telefonnummern der bereits im Gefängnis sitzenden Verwandten durch. Hinter diesen Ziffern lauerten natürlich ebenfalls die Betrüger. Die geforderten Summen lagen in vielen Fällen im fünfstelligen Bereich.

Die ermittelnden Kriminalisten beobachten, dass die Opfer neuerdings das Geld zur Übergabe nach Polen bringen sollen. Das könnte mit den verstärken Grenzkontrollen im Zusammenhang mit Corona stehen. Die Abholer hätten ein höheres Entdeckungsrisiko, wenn sie nach Deutschland kämen. Die Opfer sollen entweder mit dem eigenen Auto nach Polen fahren oder ein Taxi nehmen, welches die Täter bestellen.

Die Betrüger versuchen es zurzeit ebenfalls mit anderen Maschen, darunter Enkeltricks und Gewinnversprechen. Bisher haben alle Angerufenen richtig reagiert. Sie stellten Rückfragen, ließen sich auf keine Geldübergabe ein und informierten die Polizei. Dennoch sind die meist älteren Opfer nach den Betrugsanrufen aufgewühlt. "Daher appelliert die Polizei an die Töchter, Söhne, Enkel, Freunde und Bekannten - sprechen Sie mit Ihren Eltern und Großeltern. Warnen Sie sie vor den Maschen der Kriminellen. Auf diese Weise sind sie gewappnet gegen den emotionalen Druck und die Tricks, die die Täter anwenden. Sie können dann besser mit den Situationen umgehen und ihre Ersparnisse sichern", so Polizeisprecherin Anja Leuschner.

Mann radelt betrunken herum

Am späten Mittwochabend hat eine Streife einen Radfahrer an der Rauschwalder Straße in Görlitz gestoppt. Es stellte sich heraus, dass der 57-Jährige betrunken auf sein Rad gestiegen war. Ein Test zeigte umgerechnet 2,08 Promille an. Die Polizisten ordneten eine Blutentnahme an und unterbanden die Weiterfahrt. Der Deutsche erhielt zudem eine Anzeige wegen Trunkenheit im Verkehr.

Polizei erwischt Temposünder

Insgesamt fünf von knapp 25 Autofahrern, die die Polizei am Mittwochnachmittag im Görlitzer Ortsteil Kunnerwitz an der Weinhübler Straße erwischte, fuhren schneller als die erlaubten 30 km/h.

Auch an der Heilige-Grab-Straße in Görlitz bauten die Beamten ihre Anlage am Nachmittag für anderthalb Stunden in der 30er Zone auf. 25 Fahrzeuge passierten die Messstelle. Sechs Mal löste der Blitz aus. Alle Betroffenen kamen mit Verwarngeldern davon.

An der Bahnhofstraße in Niesky durchfuhren zur Mittagszeit etwa zehn Autos die Messstelle innerhalb einer Stunde. Alle hielten sich an die vorgeschriebenen 30 km/h.

Wohnmobilfahrer begeht Unfallflucht

Am Mittwochabend haben Polizisten eine Gefahrenstelle im Tunnel Königshainer Berge abgesichert. Ein landeinwärts fahrender Lkw war dort mit Reifenpanne liegengeblieben. Die Beamten sicherten die Stelle mit Dauerlichtzeichen ab und stellten zusätzlich Sicherungskegel auf. Ein 42-jähriger Wohnmobilfahrer überfuhr mehrere Kegel und setzte seine Fahrt ohne Anzuhalten fort. Die Ordnungshüter folgten ihm umgehend und stellten den polnischen Bürger wenig später. Er wird sich nun in einem Ermittlungsverfahren wegen Unfallflucht zu verantworten haben. Der an den Kegeln entstandene Schaden belief sich auf circa 100 Euro.

Autofahrer telefonieren mit dem Handy

Polizisten haben am Mittwochnachmittag drei Handyverstöße und einen Fahrzeugführer ohne Gurt erwischt, als sie an der Dr.-Kahlbaum-Allee in Görlitz fünf Fahrzeuge kontrollierten. Die Uniformierten schrieben Ordnungswidrigkeitenanzeigen.

Trotz Corona in einer Bar getroffen

Beamte des Görlitzer Reviers haben am Mittwochabend vier Personen aus unterschiedlichen Hausständen in einer geschlossenen Bar in der Görlitzer Altstadt ertappt. Die 15- bis 47-Jährigen erhielten Anzeigen und Platzverweise.

Dieser Autotransporter war marode

Einen mit acht Autos beladenen Transporter hat die Autobahnpolizei am Mittwochmittag bei Nieder Seifersdorf aus dem Verkehr gezogen. Der in Richtung Polen auf der A 4 fahrende Laster hatte derart viele Mängel, dass die Beamten Kennzeichen und Zulassung einzogen. Unter anderem war der Starrdeichselanhänger auf allen Achsen ungebremst, der Hauptrahmen an tragenden Stellen gebrochen, der Luftkessel undicht sowie Bremsscheiben verschlissen und mehrfach gerissen. Die Verkehrssicherheit war dadurch wesentlich beeinträchtigt. Die Polizisten untersagten dem 37-jährigen Lenker die Weiterfahrt und leiteten ein Bußgeldverfahren gegen den Polen ein.

Mit gefälschtem Führerschein unterwegs

Bundespolizisten haben am Donnerstagvormittag auf der Autobahn bei Kodersdorf einen polnischen Audi A4 angehalten, dessen deutschen Fahrzeugführer und zugleich Fahrzeughalter überprüft. Weil den Fahndern der vorgelegte niederländische Führerschein "spanisch" vorkam, sahen sie sich das Dokument ganz genau an. Dabei kam ans Licht, dass es sich um eine Fälschung handelte. Ersten Erkenntnissen nach war dem 53-Jährigen vor nunmehr 15 Jahren unanfechtbar die Fahrerlaubnis versagt worden. Der falsche Schein wurde sichergestellt, die Weiterfahrt untersagt. Die weiteren Ermittlungen (Urkundenfälschung, Fahren ohne Fahrerlaubnis) übernahm inzwischen das Autobahnpolizeirevier Bautzen.

Corona-Regelbrecher bringt Drogen mit nach Deutschland

Ein 28-jähriger Deutscher und ein 21-jähriger Syrer sind von der Bundespolizei wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz angezeigt worden.

Bei dem 28-Jährigen, der am Mittwochnachmittag über die Stadtbrücke vom polnischen Zgorzelec nach Görlitz geradelt war, fanden die Uniformierten Cannabisblüten. Er erklärte, er habe sowohl Zigaretten als auch das Cannabis in Polen gekauft. Weil er bei der anschließenden Einreise offensichtlich gegen die Anmeldepflicht und die Testpflicht im Sinne der Corona-Einreiseverordnung verstoßen hat, muss er in diesem Zusammenhang nun auch mit einem Bußgeldbescheid rechnen.

Auch der 21-Jährige war mit Cannabisblüten aufgefallen. Als er in der vergangenen Nacht auf dem Obermarkt angehalten und nach mitgeführten Gegenständen bzw. berauschenden Mitteln gefragt wurde, drückte er den Beamten als Antwort ein Schraubglas mit den Blüten in die Hand. Diesen Fall übernahm später das Neißerevier.

Görlitzer beleidigt Polizisten im Stadtpark

Weil er Bundespolizeibeamte verbal und persönlich beleidigte, muss nun ein Görlitzer mit entsprechenden Konsequenzen rechnen. Der 50-Jährige war kurz vor Mitternacht im Stadtpark der Neißestadt kontrolliert worden. Was er von der Fahndungskontrolle hielt, ließ er obendrein durch entsprechende Worte deutlich erkennen. Laut Polizei sagte er zum Beispiel "Was soll das?" und "Habt ihr nichts Besseres zu tun?" Die Dienststelle erstattete Anzeige wegen Beleidigung, die betroffenen Kollegen stellten Strafanträge.

Schwarzfahrer in der Bahn erwischt

Ohne Fahrschein reiste gestern Nachmittag ein polnischer Fahrgast mit dem Zug von Dresden nach Görlitz. Nun schuldet er dem Eisenbahnverkehrsunternehmen insgesamt 84,10 Euro. Der Mann war kurz nach der Abfahrt in der sächsischen Landeshauptstadt von der Zugbegleiterin nach dem Ticket gefragt worden. Daraufhin teilte der 37-Jährige mit, dass er nicht zahlen will. Eine Streife der Bundespolizei nahm den Beschuldigten deshalb im Görlitzer
Bahnhof in Empfang und zeigte ihn wegen Erschleichens von Leistungen an.

Bundespolizei beschlagnahmt 10.000 Euro illegalen Lohn

Auf dem Autobahnrastplatz Wiesaer Forst hatten Bundespolizisten am Mittwochabend einen lettischen Transporter gestoppt. Dessen Fahrer teilte mit, dass seine acht Passagiere in Deutschland gearbeitet haben und er sie nun nach Lettland bringt. Eine 62-Jährige wurde daraufhin genauer unter die Lupe genommen. Im Ergebnis der Überprüfung stellte sich heraus, dass die Staatenlose seit 2014 immer wieder zeitweise ohne Genehmigung als Pflegekraft gearbeitet hatte. Das von ihr mitgeführte Bargeld, bei dem es sich zweifelsfrei um illegales Arbeitsentgelt handelt, wurde beschlagnahmt. Die Frau wurde wegen des Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz angezeigt. Das letzte Wort hat nun die zuständige Ausländerbehörde.

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