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Schweinepest-Zaun: Ministerin warnt vor Vandalismus

Wiederholt haben Unbekannte bei Krauschwitz mehrere hundert Meter lange Zaunabschnitte zerstört. Indes wurde das Virus in einem weiteren Fall nachgewiesen.

Petra Köpping (M, SPD), Sozialministerin von Sachsen, und weitere Vertreter vom Technische Hilfswerk (THW) und der Bundeswehr begutachten den Bau eines festen Zaunes gegen die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest.
Petra Köpping (M, SPD), Sozialministerin von Sachsen, und weitere Vertreter vom Technische Hilfswerk (THW) und der Bundeswehr begutachten den Bau eines festen Zaunes gegen die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest. © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild

Der erst vor Kurzem errichtete Zaun gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist bereits jetzt mehrfach Opfer von Zerstörungswut geworden. Das erweise sich als "zunehmendes Problem", teilt das Sächsische Sozialministerium mit. Neben kleineren Schäden, die schnell behoben werden konnten, sei es im Bereich Krauschwitz bereits wiederholt zur Zerstörung mehrerer hundert Meter langer Zaunabschnitte gekommen.

Sozialministerin Petra Köpping erklärt dazu: "Ich fordere alle auf, diesen Zaun zu akzeptieren und auf ihn zu achten. Er soll ein Eindringen der Tierseuche weiter hinein nach Sachsen und damit ein Übergreifen auf die gesunden Wildschweinpopulationen verhindern." Eine mutwillige Zerstörung könne großen wirtschaftlichen Schaden anrichten, insbesondere, wenn dadurch das Virus auch auf Hausschweinbestände übertrete. Köpping dankt den Helfern von Kreis und Landestalsperrenverwaltung für ihren schnellen Einsatz bei der Reparatur.

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Indes hat sich die Zahl der bestätigten Fälle in Sachsen laut Sozialministerium auf insgesamt 17 erhöht. Bei der Fallwildsuche wurde unmittelbar an der Neiße ein weiterer Wildschwein-Kadaver gefunden, bei dem das Friedrich-Loeffler-Institut das ASP-Virus bestätigt hat. Insgesamt wurden imZuge der Fallwildsuche im gefährdeten Gebiet seit Feststellung der ASP bereits 72 verendete Tiere bzw. Tierkörperteile gefunden.

Rehe und Hirsche kommen hindurch

Insgesamt wurde um das bisherige gefährdete Gebiet 90 Kilometer fester Zaun errichtet, davon 56 Kilometer an der deutsch-polnischen Grenze zwischen der Landesgrenze zu Brandenburg im Norden und der Autobahn A4 bei Görlitz im Süden. Der Zaun sei mit einer Höhe von etwa einem Meter so konzipiert, dass andere Tiere, wie Rehe und Hirsche, hindurchkommen.

Im Mitte Dezember erweiterten gefährdeten Gebiet wurde der Zaunbau nach Weihnachten fortgesetzt. Die Trassenführung läuft westlich von Krauschwitz und Bad Muskau bis zur brandenburg-sächsischen Grenze an die Neiße nördlich von Köbeln. Die Strecke setzt damit die westliche Begrenzung des gefährdeten Gebietes in Richtung Norden fort und beträgt etwa 16 Kilometer. (SZ)

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