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Theater kommt nach Hause

Für das Theater Görlitz/Zittau war Weihnachten stets eine Hochzeit. Dieses Jahr nicht. Das Publikum muss aber nicht komplett verzichten.

"Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern" feierte voriges Jahr Premiere. Jetzt standen die Tänzer für eine Aufnahme noch mal auf der Bühne.
"Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern" feierte voriges Jahr Premiere. Jetzt standen die Tänzer für eine Aufnahme noch mal auf der Bühne. © Artjom Belan

Wann die Dance Company des Gerhart-Hauptmann-Theaters (GHT) wieder in Echt vor Publikum auftreten kann - unklar. Dennoch will das Theater die Görlitzer oder auch andere Theaterfreunde auf die besinnliche Zeit im Jahr einstimmen, teilt Jasmin Schröter, kommissarische Marketingleiterin des GHT, mit: Auf virtuellem Wege kann man sich die Tänzer ins Wohnzimmer holen zu Weihnachten. Sie haben ihr Tanzstück "Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern", das viele Theaterbesucher voriges Jahr sehr gerührt hat, aufgenommen.

Das Tanzstück im Neuen Schloss Bad Muskau voriges Jahr.
Das Tanzstück im Neuen Schloss Bad Muskau voriges Jahr. © Johannes Rehle

"Leider können Sie sich aktuell nicht in unseren Theatern von den wunderschönen Visionen des kleinen Mädchens in ihrem traurigen Schicksal verzaubern lassen", so Jasmin Schröter. Dafür aber ist die Aufnahme des Stücks seit einigen Tagen im Internet verfügbar, man kann es auf der Seite des GHT abrufen.

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"Das kleine Mädchen mit den Schwefelhözern" ist ein sehr berührendes Stück. Vorigen Dezember feierte es im Apollo Premiere. Es handelt sich um eine Adaption des gleichnamigen Märchens von Hans Christian Andersen und "zeigt die andere Seite der Weihnachtszeit, die eigentlich nur aus Vorfreude und besinnlichem Beisammensein bestehen sollte."

Das Tanzstück holt das Mädchen, das im 19. Jahrhundert - die Entstehungszeit von Andersens Märchen -, an einem Silvesterabend Streichhölzer zu verkaufen versucht und letztlich erfriert, thematisch ins Heute: "Während viele Leute in der Vorweihnachtszeit durch die Läden hetzen, um Weihnachtsgeschenke zu kaufen und sich auf Heiligabend freuen, gibt es auch heutzutage und in unserem Land noch Menschen, die diese besondere Zeit allein, ohne Geschenke und teilweise sogar ohne Dach über dem Kopf verbringen", beschreibt Schröter. Das Stück der Dance Company soll aber auch ein Plädoyer sein "für das Träumen von einem besseren Leben - verbunden mit der Hoffnung auf Erfüllung dieser Träume und das Streben danach - als Antrieb für Kinder mit finanziell schwächerem Hintergrund."

Das Stück ist kostenlos auf der GHT-Website verfügbar. Wer das Theater trotz Schließung unterstützen möchte, kann dies durch eine Spende tun.

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