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Wo es im Kreis Görlitz am häufigsten kracht

In den ersten sechs Monaten ging die Zahl der Unfälle stark zurück. Leider nicht die der Verkehrstoten.

Unfälle ereigneten sich auch in der Corona-Zeit im Kreis Görlitz.
Unfälle ereigneten sich auch in der Corona-Zeit im Kreis Görlitz. © Danilo Dittrich

Als Schulen und Kitas Mitte März schlossen, viele Firmen ihre Mitarbeiter in Homeoffice schickten, da lagen die Straßen im Landkreis Görlitz manchen Morgen ziemlich verwaist da. Viel weniger Autos waren unterwegs. Und es krachte auch seltener. Ein Effekt, der aber auch noch im Juni dieses Jahres anhielt.

Das zeigen jetzt die Zahlen des Statistischen Landesamtes aus Kamenz für die ersten sechs Monate dieses Jahres . So ging die Zahl der Unfälle im Landkreis Görlitz von Januar bis Juni im Vergleich zu 2019 um 20 Prozent auf 2.839 zurück. Vor allem Unfälle mit Sachschäden ereigneten sich seltener, dagegen gingen die mit Personenschaden nur wenig zurück. Tendenziell verletzten sich sogar bei weniger Unfällen mehr Menschen als in den Vorjahren. Auch die Zahl der Verkehrstoten sank nicht. Sieben Menschen starben bei Verkehrsunfällen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres im Kreis. Die Zahl ist seit 2018 stabil. 

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Sachsenweit ging die Zahl der Verkehrsunfälle in ähnlichem Maße wie im Kreis Görlitz zurück. Im Freistaat starben aber weniger Menschen bei Verkehrsunfällen in den ersten sechs Monaten. 

Die Zahlen der Kamenzer Statistiker geben aber noch mehr Aufschluss über das Unfallgeschehen. Demnach ereignen sich im Kreis Görlitz die meisten Unfälle, wo Personen zu Schaden kommen, innerorts. Auch alle Verkehrstoten wurden innerhalb der Grenzen einer Stadt oder einer Gemeinde registriert. Das ist für einen Flächenlandkreis ungewöhnlich. Im Landkreis Bautzen starben beispielsweise sieben der acht Verkehrstoten  in den ersten sechs Monaten außerorts. 

Sachsenweit kracht es am häufigsten in der Woche am Donnerstag, gefolgt von Freitag und Montag. Die meisten Menschen kommen im Freistaat bei Unfällen am Sonnabend ums Leben, die meisten Verletzten zählt die Polizei jeweils am Donnerstag. Schwerer Sachschaden entsteht bei Unfällen am Mittwoch am häufigsten, auch am Dienstag ist der Blechschaden bei den Unfällen besonders hoch. Nicht überraschend geschehen Unfälle am Sonnabend und Freitag besonders oft, weil die Autofahrer betrunken sind oder Drogen genommen haben. 

Am meisten sollte man sich am Nachmittag vor einem Unfall hüten. Zwischen 14 und 16 Uhr kracht es nicht nur am häufigsten in Sachsen, dabei verletzen sich auch die meisten Menschen - und zu dieser Tageszeit kommen auch die meisten Menschen bei Unfällen ums Leben. In den folgenden zwei Stunden von 16 bis 18 Uhr sieht es nicht viel besser auf den Straßen aus. Die meisten Unfälle unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen ereignen sich zwischen 16 und 20 Uhr. 

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