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Wochenmärkte bleiben

Die Betreiber in Görlitz und Niesky machen sich keine Sorgen, dass sie Regeln nicht umsetzen können. Das Wetter spielt mit rein.

Blick auf den Wochenmarkt an der Elisabethstraße
Blick auf den Wochenmarkt an der Elisabethstraße © Nikolai Schmidt

Als die Corona-Pandemie im März Sachsen erreichte, gehörten die Wochenmärkte zu den ersten, die schließen mussten. Weil sie vor allem von älteren Menschen besucht werden, die Sorge bestand, dass Abstände nicht eingehalten werden können. Eine Anordnung, die wegen Unklarheiten in der Regelung aber für einiges Wirrwarr sorgte, auch in Görlitz. Weiterhin gilt der Kreis als Risikogebiet, hat eine verschärfte Allgemeinverfügung. Auf die Wochenmärkte speziell hat sie aber dieses Mal keinen Einfluss. 

Wochenmarkt-Saison vorbei

"Die Saison ist ohnehin vorbei", sagt Francois Fritz, der zusammen mit Sylwia Fritz und Marzena Paszkiewicz den Görlitzer Wochenmarkt an der Elisabethstraße betreibt. Im Herbst verkleinere sich die Zahl der Händler - und so auch die Besucherzahl. Sachsenweit gibt es aktuell das Gebot, Maske auch im öffentlichen Raum zu tragen, wenn ein Abstand von anderthalb Metern nicht eingehalten werden kann. Ein Appell, den der Landkreis extra noch mal in seine Allgemeinverfügung vom Sonntagabend geschrieben hat. Aktuell sieht Francois Fritz bei dem Thema keine Schwierigkeiten. 

Ähnlich ist die Lage auf dem Nieskyer Wochenmarkt.  Auch hier sind derzeit weniger Verkäufer vor Ort, "wegen der Ferien", erklärt der Markt-Beauftragte Bernd Barthel. Dennoch hat er am Montag noch mal bei den Händlern angerufen, auf die Regelungen hingewiesen. Seit dem Frühjahr gelten auf dem Nieskyer Wochenmarkt Abstandsregelungen unter den Händlern wie den Besuchern. Ansonsten aber findet der Wochenmarkt regulär statt, "es sei denn, es kommt noch eine direkte Anordnung für Wochenmärkte wie im Frühjahr." 

Konzept mit Abstand soll bleiben

In Görlitz hatte Anfang April die Stadt Görlitz auf der unteren Elisabethstraße eine provisorische Möglichkeit für einige Marktstände für Händler, die selbst produzierte Ware anbieten, geschaffen - mobile Lebensmittelstände von Selbsterzeugern waren erlaubt. Anfang Mai übernahm dann wieder Francois Fritz, mit einem anderen Standkonzept, um zwischen den Händlern Abstand zu schaffen. So fiel die Mittelachse, also die Doppelreihe der Händler in der Mitte, weg. Allerdings sei ihm in den letzten Noch-Sommer-Wochen aufgefallen, dass zwischen den Besuchern oft kein Abstand gehalten wurde. "Da habe ich manches Mal den Kopf geschüttelt. Wir haben die Leute auch mehrfach darauf hingewiesen", erzählt Fritz. "Man muss Präsenz zeigen, sonst wird das nicht eingehalten." 

Vorige Woche dagegen sei das kein Thema mehr gewesen. Im Herbst machen die meisten Gärtnereien und Frischwarenhändler Wochenmarkt-Pause. Das Abstands-Konzept ohne die Mittelachse wolle er dennoch so beibehalten, sagt Francois Fritz. "Dann sollte auch eine gute Verteilung der Besucher möglich sein. Aber in der Weihnachtszeit wird es noch mal spannend." 

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