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Juhu, der Rummel ist in Großenhain!

Einer der Höhepunkte zum Einkaufssamstag: Nach anderthalb Jahren Zwangspause dürfen die Schausteller erstmals wieder für gute Laune sorgen.

Auf dem Topfmarkt gab es viel zu tun: Die Aufbauarbeiten für den Rummel, der von Donnerstag bis Sonntag hier Station macht, sind in vollem Gange. Mit dabei Edmund Kaiser aus Nordrhein-Westfalen.
Auf dem Topfmarkt gab es viel zu tun: Die Aufbauarbeiten für den Rummel, der von Donnerstag bis Sonntag hier Station macht, sind in vollem Gange. Mit dabei Edmund Kaiser aus Nordrhein-Westfalen. © Norbert Millauer

Großenhain. Paul, Emely und Jonas versuchen, einen Blick zu erhaschen. Vorbei an der Absperrung, die einen begehrlichen Vorgeschmack auf all das Verheißungsvolle bietet, wie ein kindliches Paradies vielleicht ausschauen könnte: Karussells, ein Riesenrad, eine Losbude und natürlich ein buntes Häuschen, in welchem Zuckerwatte und kandierte Äpfel verkauft werden. "Das ist so cool! Hier will ich unbedingt hin", gluckst Jonas und klopft seinem Kumpel strahlend auf die Schulter.

Allerdings, noch ist es nicht soweit. Noch sind die Männer um Betreiber Peter Vennedey damit beschäftigt, aufzubauen, was den Großenhainern und Gästen der Stadt von Donnerstag bis Sonntag Vergnügen in jeglichem Sinne bereiten soll. Blitzblank sind die riesigen Fahrgeschäfte und blinken mit ihren leuchtenden Farben fröhlich in der Sonne. Gut anderthalb Jahre waren sie von der Bildfläche verschwunden, ein Opfer der Pandemie, die bekannterweise keine Menschenansammlungen auf Vergnügungsorten dieser Art duldete. "Glauben Sie mir, das war eine harte Zeit! Die meisten von uns haben zwar finanzielle Entschädigungen bekommen, aber die sind natürlich nicht mit den Erlösen einer normalen Saison zu vergleichen", bekennt Peter Vennedey.

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Der 78-jährige Meißner kennt das Geschäft wie seine Westentasche. Er sei schon mit einer Berg- und Talbahn, Karussells für die Kleinsten oder einer Schießbude durch die Lande gezogen, als die heutigen Fans des Rummels noch längst nicht geboren waren. 56 Jahre selbstständiges Tätigsein, mit allen Höhen und Tiefen, welche die Liebe zum Schaustellergewerbe nie gebrochen habe. Eine eingeschworene Truppe sei man, jeder kenne jeden und packe an, wenn es nötig sei.

Edmund Kaiser aus Nordrhein-Westfalen etwa ist das erste Mal in der Röderstadt zu Gast. Gemeinsam mit seinem Sohn wird er in den kommenden Tagen für eine der zahlreichen Attraktionen sorgen. "Unsere Achterbahn verfügt über einen Zug aus fünf Waggons, die aneinander gekoppelt sind. Jede einzelne dreht sich dabei während der Fahrt durch die erzeugte Fliehkraft", verrät Edmund Kaiser.

Jerome Kaiser bei Montagearbeiten an der Achterbahn. Gemeinsam mit Vater Edmund ist er das erste Mal in Großenhain zu Gast.
Jerome Kaiser bei Montagearbeiten an der Achterbahn. Gemeinsam mit Vater Edmund ist er das erste Mal in Großenhain zu Gast. © Norbert Millauer

Bewegungen, die den Besuchern auch beim Fahren mit dem kultigen Autoscooter oder dem sogenannten Breakdancer vergönnt sein werden. Vogelwiesenneulingen sei verraten: Das Gefährt, eigens aus Brandenburg herbei geschafft, hält durchaus, was es verspricht. Die Gondeln drehen sich in schnellem Tempo um die eigene Achse, dazu die Platte selbst. Eingedenk von lauter Musik und Licht in allen Nuancen, dem Geruch von gerösteten Nüssen, Bratwurst und Knobi-Brot in der Nase, ist zweifelsohne das Rummelplatzgefühl perfekt.

Eines, auf das nicht nur die Macher selbst lange genug gewartet haben. Auch die Großenhainer dürfte freuen, was ihnen in den kommenden Tagen geboten wird. Einerseits auf dem Topfmarkt, der laut Rummel-Profi Peter Vennedey von den Stadtvätern im absoluten Bestzustand übergeben worden sei. Und andererseits am von der Sächsischen Zeitung präsentierten langen Einkaufssamstag, welcher mit Livemusik, einem Jugend-Flohmarkt, einer Hüpfburgmeile, einem Stadtgeschichtenerzähler, Kleinkünstlern und nicht zuletzt dem Kino am Kulturschloss zu einem entspannten Sommertag werden kann.

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Gelegenheit, das eine oder andere zu finden beziehungsweise zu genießen, gibt es genug. Die Geschäfte öffnen bis 22 Uhr und Hitparadenstürmer Anthony Weihs wird ab 20 Uhr auf dem Großenhainer Hauptmarkt zu erleben sein. Mag sein, dass Paul, Emely und Jonas um diese Zeit dann fast schon auf dem Weg ins Bett sind. Aber hoffentlich mit all den Erlebnissen in Kopf und Herz, die eine Stippvisite auf dem Rummel nun mal so an sich hat: Karussells, ein Riesenrad, eine Losbude und natürlich ein buntes Häuschen, in welchem Zuckerwatte und kandierte Äpfel verkauft werden.

Ein kultiges Fahrzeug, das von Generationen geliebt wird: Rocco Schmidt sorgt dafür, dass der Autoscooter fahr- und drehbereit ist. Alle Sicherheitsstandards inbegriffen selbstverständlich.
Ein kultiges Fahrzeug, das von Generationen geliebt wird: Rocco Schmidt sorgt dafür, dass der Autoscooter fahr- und drehbereit ist. Alle Sicherheitsstandards inbegriffen selbstverständlich. © Norbert Millauer

Der Rummel hat am Donnerstag und Freitag von 14 bis 23 Uhr geöffnet. Samstag erwarten die Schausteller bereits ab 11 Uhr ihre Besucher und Sonntag von 11 bis 21 Uhr.

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