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Baywa will mit Neubau beginnen

Seit Jahresbeginn wurde an der Mülbitzer Straße das alte ACZ abgerissen. Geplant wird nun größer. Doch auch die Straße wird zeitgleich gebaut.

Diese Abbruchhaufen an der Mülbitzer Strasse stammen vom ehemaligen Agroservice. Hier will die Baywa bald einen neuen Technikstandort errichten.
Diese Abbruchhaufen an der Mülbitzer Strasse stammen vom ehemaligen Agroservice. Hier will die Baywa bald einen neuen Technikstandort errichten. © Norbert Millauer

Großenhain. Große Abbruchhaufen liegen noch immer auf dem Gelände des ehemaligen Agrochemischen Zentrums (ACZ) an der Mülbitzer Straße. Bis Ende Juni  erfolgte laut Baywa der Abbruch zweier bestehender Hallen. Die Firma Bothur hatte zu Jahresbeginn damit begonnen. Dass der Bauschutt noch immer an Ort und Stelle bleibt, hat einen Grund: "Das Material aus dem Abbruch eignet sich größtenteils hervorragend zur Wiederverwendung für den Neubau", sagt Baywa-Sprecherin Birgit Sigl auf SZ-Anfrage. Abbruchmaterial, das nicht wiederverwendet werden kann, zum Beispiel Holz und Eisen, wurde bereits abtransportiert und von einer Fachfirma vorschriftsgemäß entsorgt.

Die Baywa will an dieser Stelle zwei Millionen Euro in einen neuen Technikstandort investieren. Schon seit über einem Jahr laufen die Vorbereitungen. Doch das Projekt zieht sich hin. Beim Abbruch der Altgebäude wurden in einzelnen Bereichen des Geländes  Bodenverunreinigungen aus dem ehemaligen Werkstattbetrieb festgestellt. Daher mussten die Bagger die Erde sehr tief ausheben. Die Verunreinigungen wurden in Abstimmung mit den zuständigen Behörden und begleitet von einem Fach-Gutachter entfernt, so Birgit Sigl.

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Wegen des aufwendigen Abbruchs der Hallen und einer erweiterten Planungsphase hätte sich der Bauablauf verzögert. Ursprünglich sollte der Neubau schon dieses Jahr fertiggestellt werden. Dieses neue Gebäude der Verkaufs-, Sozial- und Büroräume für den künftigen Technik-Stützpunkt wurde zwischenzeitlich größer geplant - um den ansässigen Geschäftsbereich Agrar zu integrieren. Das war nicht von Anfang an so gedacht. Nun soll der Bauantrag beim Landratsamt gestellt werden. Ende September wird voraussichtlich die Bauvergabe ausgeschrieben.  

Die Baywa hofft laut Sprecherin Sigl im Winter auf eine milde Witterung und will - abhängig vom Genehmigungsverfahren - noch in diesem Jahr mit dem Bau beginnen, spätestens aber im Frühjahr. Die Bauzeit betrage etwa ein Jahr. In die Quere kommen könnte ihr aber der zeitgleiche Brückenbau an der Mülbitzer Straße. Wie die SZ erst vor kurzem berichtete, wird die Straße ab Ende September bis April/Mai nächsten Jahres voll gesperrt.  Laut Baywa sehe man aber keine Beeinträchtigungen. 

2016 hatte die Bayerische Warenvermittlung (Baywa) das Objekt vom Agroservice gekauft. Der Technikstützpunkt, der jetzt noch in Cunnersdorf besteht, soll zum Agrarbereich in Großenhain hinzukommen, die Mitarbeiter hierher wechseln. Geplant sind als Neubau eine große Halle, eine Außen-Ausstellungsfläche und eine Werkstatt. Sie dienen dem Handel für Großkunden und Private mit Landmaschinen und deren Wartung. 

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