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Bei Bastel-Babs müssen die Hände wackeln

Bärbel Weiser aus Zottewitz vertreibt sich mit Handarbeiten die Zeit und muntert sich dabei selbst wieder auf. Ihre Häkeltiere sind weithin beliebt.

Bärbel Weiser aus Zottewitz häkelt sich durch die Vorweihnachtszeit. Ihre Tiere verschenkt sie auch an Kinderheime.
Bärbel Weiser aus Zottewitz häkelt sich durch die Vorweihnachtszeit. Ihre Tiere verschenkt sie auch an Kinderheime. © Kristin Richter

Zottewitz. Auf dem Sofa sitzen der Frosch und der Schneemann, die Eule und ein Minion. Lustig schauen sie auf den Besucher. Wer sie knuddelt, muss einfach gute Laune kriegen. Bärbel Weiser im Zottewitzer Rittergut hat die Figuren gehäkelt. Die 59-Jährige gehört zum Kreis der Stricklieseln im Ort, sie fertigt auch in der Adventszeit viele neue Tierchen. Immer lustig bunt, immer originell.

"Handarbeiten machen mir selbst viel Freude, sie bringen mich wieder in Stimmung, wenn ich mal niedergeschlagen bin", sagt die lebensfrohe Zottewitzerin. Sie ist alleinstehend, EU-Rentnerin. So versucht sie, sich die Zeit zu vertreiben und Sinnvolles zu tun. Schon zur DDR-Zeit hat sie Mützen mit Motiven für ihre drei Kinder gestrickt. "Angefangen hat es wohl im Nadelarbeitsunterricht in der Schule", erinnert sich Bärbel Weiser.

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Vor 21 Jahren ist die Chemnitzerin in die Region gezogen. Hier hat sie viel ehrenamtlich im Kreativbereich gearbeitet, erzählt sie. Dann pflegte sie ihren Lebenspartner. Nun hat sie wieder mehr Zeit, die Ideen in ihrem Kopf zu verwirklichen. 16 Maschenrunden - 20 Reihen häkeln - 16 Maschen abnehmen, so entstehen immer neue lustige Gesellen, die sie oft verschenkt. Die Wolle bekommt sie nicht selten selbst geschenkt. Da ist noch viel Vorrat da.

Man nennt sie die Bastel-Babs. Bärbel Weiser häkelt und strickt nicht nur, sondern fertigt auch Anhänger, Karten, Kugeln, Figuren mit Perlen und vieles mehr. "Bei mir müssen die Hände wackeln", meint Bärbel Weiser verschmitzt. Oft ist ihre Enkelin Letitia aus Porschütz am Wochenende da und macht mit. Nur jetzt unter Corona-Bedingungen ist das schwieriger geworden. Doch über Skype hält die Familie Verbindung.

"Wenn ich häkle, beruhigt es mich, und die Gedanken werden frei", schildert die Zottewitzerin und ist schon wieder mit den Nadeln zugange. Wenn sie Rückschau auf dieses Jahr hält, kommen auch Erinnerungen an gesundheitliche Probleme hoch. Birgit Weiser musste ins Krankenhaus. Doch auch dort hat sie gehäkelt. Das half ihr, zu genesen.

Beglückendes Hobby

Jetzt genießt die Bastel-Oma den Advent. Es sei die Zeit, um zur Ruhe zu kommen, eine Zeit der Harmonie, meint die Zottewitzerin. Und will damit auch andere anregen, sich in der dunklen Jahreszeit einem beglückenden Hobby zu widmen. Sie häkelt für ein Dresdner Kinderheim und hat auch Kontakt zu Hilfstransporten in die Ukraine. Auch dort sind ihre Häkeltiere also schon zu Hause.

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