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Die Kurz-Geschichte einer Fahne

Wolfgang Kiesewalter, einst Vorsitzender beim Rat des Kreises, hat Familie Reinisch eine Großenhain-Fahne übergeben. Ihre Entstehung ist noch rätselhaft.

Maria Reinisch zeigt die Fahne, die sie der Stadt übergeben will.
Maria Reinisch zeigt die Fahne, die sie der Stadt übergeben will. ©  Kristin Richter

Großenhain. Maria Reinisch öffnet den Schrank und zieht eine Plastiktüte hervor. Sie macht die Tüte auf - und zum Vorschein kommt eine nagelneue Großenhain-Fahne. Die ist in den Stadtfarben schwarz-gelb und hat Schlaufen für eine Aufhängung. Das gute Stück ist etwa 1,70 mal 1,50 Meter groß. "Die Fahne soll ans Museum oder die Stadtverwaltung übergeben werden", sagt die aus der Linkspartei bekannte Großenhainerin und frühere Stadträtin.

Wie sie zu der Fahne kam, ist schnell erklärt. Maria Reinisch und ihr 2016 verstorbener Mann Gottfried hatten Kontakt zu Wolfgang Kiesewalter (88). Der war bis in die 1980er Jahre Vorsitzender des Rates des Kreises Großenhain. "Als Wolfgang nach Thüringen gezogen ist, übergab er meinem Mann die Fahne mit der Bitte, sie an die Stadt weiterzuleiten", erklärt sie. Wozu sie gedacht war, kann Maria Reinisch nicht mehr sagen, es gibt auch keinen Hinweis an der Fahne dazu. Reinisch vermutet, dass sie beim Rat des Kreises mal ein Geschenk an die Stadt sein sollte. Wolfgang Kiesewalter hatte damals auch ein Bild vom Kupferberg übergeben, das Maria Reinisch schon den Betreibern des Hotels Kupferberg schenkte.

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Die Fahne geht nun ans Rathaus und wird dort hoffentlich zum Beflaggen genutzt. Ob sie in der Fahnenfabrik Kamenz gefertigt wurde, lässt sich nicht belegen. Auf alle Fälle wollte Maria Reinisch sie nicht für sich behalten.

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