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Alternativen zum Buchsbaum: Warum er nicht immer ratsam ist

Wegen hartnäckiger Schädlinge raten viele Gartenprofis von Buchsbaum-Neupflanzungen ab. Sind Stauden eine gute Alternative?

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Buchsbaum ist besonders als Beeteinfassung sehr beliebt. Neupflanzungen sollten aber gründlich überlegt werden.
Buchsbaum ist besonders als Beeteinfassung sehr beliebt. Neupflanzungen sollten aber gründlich überlegt werden. © Matthias Egger - stock.adobe.com

Der Buchsbaum leidet unter zwei Plagen: Zum einen machen sich die Raupen des Buchsbaumzünslers über den immergrünen Busch her. Die Raupen fressen sich tief im Inneren des Gehölzes satt. Zum anderen befällt der Pilz namens Cylindrocladium buxicola die Pflanze. Er verfärbt die Blätter braun, die später abfallen. Dabei spricht man vom Triebsterben. Zugelassene Mittel zur Bekämpfung des Pilzes gibt es nicht. Deshalb ist die Rodung nötig.

Ist also ein Buchsbaum befallen, müssen die gesamte Pflanze und auch das herabgefallene Laub vernichtet werden. Nicht auf dem eigenen Kompost, denn dort könnte sich der Pilz ausbreiten, sondern im Restmüll, durch Verbrennung oder professionelle Kompostierung. Am besten sollte man einen Experten zu Rate ziehen, denn nicht jedes Triebsterben wird durch diesen Pilz verursacht: andere Pilze oder ein starker Schildlausbefall können ähnlich aussehen. Viele Buchsbäume wurden bisher als Beeteinfassung und natürlicher Zaun verwendet. Doch dafür gibt es Alternativen.

Stauden, Stechpalmen und Flechtzaun

Der Vorteil von Stauden*: Sie sind oft unkompliziert zu pflegen und blühen sogar - haben also einen höheren Zierwert für den Garten und bieten oft auch noch Insekten Nahrung. Der Nachteil: Die meisten sind im Winter nicht grün. Gamander, Bergminze oder Katzenminze eignen sich für sonnige Standorte und gedeihen in den meisten Gartenböden. Der Immergrüne Gamander verträgt auch Halbschatten.

Dekorative Alternativen sind verschiedene Ilexsorten, Eiben oder ein Flechtzaun. Die Japanische Stechpalme (Ilex crenata) sieht dem Buchsbaum ähnlich, ist frostsicher, immergrün und eine eher anspruchslose Pflanze. Ebenso winterhart ist die Zwerg-Eibe. Sie wächst langsam und dicht. Aber Vorsicht: denn Rinde, Nadeln und Samen sind giftig. Eine weitere und schön anzusehende Alternative zur Beeteinfassung* sind dekorative Flecht- und Staketenzäune.

© DDV Media

Disclaimer: Dieser Artikel wurde von DDV Media erstellt. Er ist kein reguläres Angebot von Sächsische.de und fällt nicht unter die Verantwortung der Redaktion.

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