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Awo begrüßt Fachkräfte und Auszubildende

Feierlich übergab die Awo Lausitz nun Ausbildungs- und Arbeitsverträge.

Arbeitsverträge konnten diese ehemaligen Azubis nun entgegennehmen.
Arbeitsverträge konnten diese ehemaligen Azubis nun entgegennehmen. © Foto: Juliane Mietzsch

Hoyerswerda. Zu einer kleinen Feierstunde kamen am Dienstagnachmittag auf der Terrasse der Wohnanlage in der Thomas-Müntzer-Straße Auszubildende und ausgebildete Fachkräfte zusammen. Eingeladen hatte die Awo Lausitz Pflege- und Betreuungs-gGmbH zu einer Übergabe der entsprechenden Verträge nebst kleinen Aufmerksamkeiten.

Geschäftsführer Marcus Beier sowie die Pflegebereichsleiter Kora Rottgardt und Torsten Bessert hießen die angehenden und ausgelernten Fachkräfte im Unternehmen willkommen. Einige Familienmitglieder oder Bekannte sind der Einladung ebenfalls gefolgt. „Das Wetter ist herrlich und der Anlass ist herrlich“, drückte Marcus Beier seine Freude über diese Zusammenkunft aus.

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Sechs vormals Auszubildende sind nun künftig als Fachkräfte in der Altenpflege angestellt. Sie kommen sowohl in der stationären als auch der ambulanten Pflege unter. Torsten Bessert hält fest, dass „ein abwechslungsreicher Job angeboten“ wird. So hat er auch den Blick in die Zukunft: „Wie kann ich die Fachkräfte weiterentwickeln?“ Es gibt verschiedene Möglichkeiten sich weiterzuqualifizieren, führt er aus. Als Mentoren oder Wundexperten und anderweitig kann die Karriere vorangetrieben werden. Marcus Beier ergänzt, dass die Pflegewissenschaften künftig auch an Bedeutung gewinnen werden. Er erachtet es als wichtig, „von alten Konventionen abzukommen“, zukunftsorientiert zu denken.

Neu im Team der Awo Lausitz sind unter anderem Mandy und Edda-Anni Knips. Mutter und Tochter haben die Ausbildung gemeinsam abgeschlossen, was einige gegenseitige Hilfestellungen ermöglichte. Mandy Knips hat bereits 15 Jahre Berufserfahrung im Bereich der Pflege – zuletzt als Hilfskraft. „Ich wollte immer die Ausbildung zur Fachkraft machen“, begründet sie ihre Entscheidung. Die beiden Frauen kommen aus Lohsa, hatten am Nachmittag noch den Enkel bzw. Sohn mit, der während Eddas Ausbildung auf die Welt kam. Mit dem zweiten Lehrjahr ist sie bei dem neuen Arbeitgeber, der Awo Lausitz, eingestiegen. Sie haben sich gegenseitig gestützt, sagen sie, die nun Kolleginnen sind.

Trotz Sprachbarriere hat auch Aziz Ahmad Sahrahi die Ausbildung erfolgreich gemeistert, kann an diesem Nachmittag einen Arbeitsvertrag entgegennehmen. Der aus Afghanistan stammende Mann hat anfangs nach der Schule zu Hause noch seinen eigenen Unterricht gemacht, um dranbleiben zu können. Als eine Nachhilfe für ihn organisiert wurde, hat er die Praxisanleiterin Astrid Winkler kennengelernt. Sie ist seine Begleitung und sichtlich stolz. „Es war eine schwierige und schöne Zeit“, fasst Aziz zusammen, der ab Herbst im ambulanten Dienst tätig sein wird.

Das steht den vier neuen Auszubildenden erst noch bevor. Die jungen Frauen werden während der Ausbildung auch die Möglichkeit haben, in verschiedene Bereiche zu schauen.

Torsten Bessert sieht in dem Unternehmen die Chance, dass junge Menschen einen Beruf in der Heimat finden können. Mit Blick auf die vielfältigen Geschichten der neuen Mitarbeitenden sieht der Geschäftsführer stets auch eine Bereicherung für die Teams.

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