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Wie das Buschmühlenbad durch die Krise kommt

Das zweite Jahr Corona. Der Verein, der das Naturbad in Großröhrsdorf betreibt, ist trotzdem zufrieden. Jetzt steht ein Höhepunkt der Saison bevor.

Auf ein gutes Gelingen des Badfestes: Bar-Leiterin Magdalena Abryschinski und der Vorsitzende des Badvereines Sven Heinrich haben die Vorbereitungen für die Veranstaltung am Wochenende fast geschafft.
Auf ein gutes Gelingen des Badfestes: Bar-Leiterin Magdalena Abryschinski und der Vorsitzende des Badvereines Sven Heinrich haben die Vorbereitungen für die Veranstaltung am Wochenende fast geschafft. © René Plaul

Großröhrsdorf. Kleine Kinder planschen an diesem Nachmittag im flachen Wasser im Buschmühlenteich in Großröhrsdorfer Ortsteil Hauswalde, die Mamas schauen entspannt zu. Jugendliche schmettern den Ball über das Netz der Beachvolleyballanlage. Einige Senioren ziehen im Schwimmbecken ihre Bahnen, und auf dem Abenteuerspielplatz herrscht mächtig Getümmel. Es ist richtig viel los an diesem Tag mitten in der Woche. Und doch geht alles sehr entspannt zu.

„Die Anlage ist großflächig, es gibt viele Möglichkeiten für die Badegäste“, sagt Sven Heinrich, Vorsitzender des Buschmühlenbadvereines, der seit fünf Jahren das Bad in eigener Regie betreibt. Und das durchaus erfolgreich. Selbst der vergangene Sommer mit Hygiene-Auflagen und Verunsicherung in der Bevölkerung tat der Zahl der Badegäste keinen Abbruch.

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„Wir hatten ein erfolgreiches Betriebsergebnis, besser als in der Planung vorgedacht“, so Sven Heinrich. Insgesamt kamen in der Saison 2020 rund 25.000 Besucher ins Buschmühlenbad – etwa genau so viel wie die Jahre zuvor. Allerdings war ein Trend zu verzeichnen: Die Besucher verteilten sich mehr auf die gesamte Woche, nicht nur auf das Wochenende. „Außerdem hatten wir die schönsten Sommertage genau in der Ferienzeit“, führt der Vereinschef einen weiteren positiven Aspekt ins Feld.

Sie fühlen sich wohl im Buschmühlenbad in Hauswalde: Beatrice Müller (l.) und Cathleen Haufe.
Sie fühlen sich wohl im Buschmühlenbad in Hauswalde: Beatrice Müller (l.) und Cathleen Haufe. © René Plaul

Das Hygienekonzept, das auch in dieser Saison gilt, legt fest, dass sich gleichzeitig maximal 700 Leute im Bad aufhalten dürfen. „Das wird von unseren ehrenamtlichen Helfern an der Kasse genau kontrolliert“, so Sven Heinrich. Trotzdem scheint auch die laufende Saison erfolgreich zu werden, denn bereits jetzt haben fast 10.000 Besucher den Weg in das Naturbad gefunden.

Das gute Ergebnis führt der Verein aber noch auf einen anderen Aspekt zurück. So bietet er jede Menge Zusatzveranstaltungen an, welche die Bekanntheit und Attraktivität steigern – angefangen bei Yoga am See, die Märchennacht, Schwimmkurse, bis hin zur Kindersterngucknacht und natürlich dem Saisonhöhepunkt - dem Badfest.

Abends wird unter freiem Himmel am See getanzt

Für das Wochenende 17./18. Juli hat der Verein ein verschiedenen Aktionen geplant. So startet das Badfest am Sonnabend um 13 Uhr der Buschmühlen-Vierkampf, bei dem sich Teams in den Sportarten Fußball, Tischtennis, Volleyball und Schwimmen messen.

Ein besonderer Höhepunkt ist am Abend der Tanz am See unter freiem Himmel. „Zwei DJs sorgen für die Musik, und es wird auf der Wiese getanzt“, erzählt Sven Heinrich. Für 22 Uhr ist ein großes Feuerwerk geplant. Karten für den Tanz gibt es übrigens nur im Vorverkauf: entweder an der Badkasse oder über die Internetseite.

Jubiläumsfest wird um ein Jahr verschoben

Der Höhepunkt zum Familienfest am Sonntag ist das große Badewannen-Rennen, bei dem es mit Zinkwannen über den See geht. Es startet um 16 Uhr. Außerdem gibt es ab 15 Uhr Livemusik mit „Blechwiese“ und jede Menge Aktionen für Kinder. An beiden Tagen sorgt das Team der Sand & See-Bar für zusätzliche Angebote, unter anderem für frisch Gegrilltes oder erfrischende Cocktails.“ Für das Badfest haben wir uns allerhand einfallen lassen, aber ich will nicht zu viel verraten“, sagt Bar-Leiterin Magdalena Abryschinski.

Das Buschmühlenbad kann in diesem Jahr auf sein 100-jähriges Jubiläum blicken. Doch die große Party findet nun erst im nächsten Jahr statt, weil wegen Corona einfach die Vorbereitungszeit fehlte und lange nicht klar war, ob und in welchem Umfang etwas stattfinden kann. 2022 gibt es dann vielleicht sogar einen Festumzug.

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