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Bretnig: Pflegedienst zieht ins Gemeindeamt

Die Bedingungen für die Mitarbeiter haben sich verbessert. Dafür gibt es jetzt neue Herausforderungen.

Die Mitarbeiter des Pflegedienstes Rödertal in Bretnig freuen sich, dass sie jetzt neue Räume im ehemaligen Gemeindeamt nutzen können.
Die Mitarbeiter des Pflegedienstes Rödertal in Bretnig freuen sich, dass sie jetzt neue Räume im ehemaligen Gemeindeamt nutzen können. © René Plaul

Großröhrsdorf. Corona ist eine Herausforderung für die meisten Menschen. Aber besonders Pflegedienste haben es in dieser Zeit schwer, ihre Aufgaben zu bewältigen. Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen, weniger Personal aufgrund von Erkrankungen, verängstigte Patienten - das alles sind Dinge, die die Arbeit nicht leichter machen. Und in dieser besonders schwierigen Zeit bewältigt ein Pflegedienst in Großröhrsdorf auch noch einen Umzug. Anfang November zog der Pflegedienst Rödertal vom alten Standort an der Bischofswerdaer Straße in Bretnig an den Klinkenplatz, genauer gesagt ins ehemalige Gemeindeamt.

"Dass wir umziehen müssen, war schon Ende vergangenen Jahres klar", erzählt der Chef des Pflegedienstes, Ringo Gornig. Außerdem sei ihm schon länger klar gewesen, dass der Platz im Gebäude an der Bischofswerdaer Straße nicht reicht, sagt Ringo Gornig. Das betraf die Räume selbst, aber auch die nicht ausreichend vorhandenen Parkplätze. "Ein Umzug war also unvermeidlich", erklärt er.

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Stadt hat die Renovierung übernommen

Bretnig sollte als Standort aber bleiben, denn Ringo Gornig ist gebürtiger Bretniger, kennt die Gegend und vor allem die Leute in der Region. Außerdem kommt sein Patientenkreis vorwiegend aus dem Röder- beziehungsweise Pulsnitztal.

Eine Option für neue Räumlichkeiten war das ehemalige Gemeindeamt am Klinkenplatz. Eine eigenständige Gemeindeverwaltung gibt es seit der Zusammenführung von Bretnig-Hauswalde mit Großröhrsdorf nicht mehr, und das Gebäude ist sehr groß. "Die Stadt und der Ortschaftsrat haben schon länger eine sinnvolle Nutzung für die Räume geprüft. Wir wurden darauf aufmerksam, dass Ringo Gornig ein Büro für seinen Pflegedienst in Bretnig sucht", erklärt Großröhrsdorfs Stadtsprecherin Anja Erler.

Ringo Gornig sprach dann Anfang des Jahres mit Bürgermeister Stefan Schneider (parteilos). Schließlich stimmten die Stadträte in ihrer Sitzung am 29. September dem Mietvertrag zu. Dann ging alles recht schnell.

"Die Stadt hat die Renovierung übernommen und auch die Arbeiten finanziert", erklärt Ringo Gornig. So wurden durch den Technischen Dienst der Stadt Großröhrsdorf die Räume malermäßig instand gesetzt. Die Fußbodenarbeiten übertrug die Stadt an eine Fachfirma. Ein paar Restarbeiten, zum Beispiel das Verlegen von Telekommunikationsleitungen, sind noch fällig.

Genügend Parkplätze am neuen Standort

Ansonsten stehen in den Räumen bereits neue, helle Möbel, eine kleine Küche ist eingerichtet, Regale für die benötigten Materialien sind aufgestellt. Selbst an Grünpflanzen fehlt es nicht. "Das muss so sein, schließlich arbeiten wir schon in den Räumen", sagt der Chef des Pflegedienstes. Und er ist froh, jetzt diesen Standort zu haben. Insgesamt gibt es drei Räume mit einer Gesamtfläche von knapp 90 Quadratmetern: ein Büro für den Chef und eines für die Pflegedienstleiterin sowie der Pausenraum. Dazu kommen die kleine Küche und sanitäre Anlagen.

Ganz besonders froh ist Ringo Gornig, dass jetzt genügend Parkplätze zur Verfügung stehen. "Wir haben als Pflegeteam acht Autos, dazu kommen die Fahrzeuge der Mitarbeiter und der Kunden. Die alle können jetzt hier am Klinkenplatz abgestellt werden."

Die Bedingungen für die Mitarbeiter des Unternehmens sind also wesentlich besser geworden. Zum Pflegeteam Rödertal gehören acht Fachkräfte, drei Helfer sowie zwei Reinigungskräfte. Sie alle betreuen zwischen 80 und 100 Kunden in der Region.

Zum Glück hat es laut Ringo Gornig bei seinen Mitarbeitern wie auch den Patienten noch keine Corona-Verdachtsfälle gegeben. "Aber gerade ältere Patienten machen sich viele Sorgen und stellen Fragen. Umso wichtiger ist es gerade jetzt, dass auch die Mitarbeiter Zeit finden, mit den Patienten ein wenig mehr zu sprechen als sonst. Schließlich gehört auch das zu den Aufgaben der Pflege. Und dann ist es wichtig, dass die Mitarbeiter selbst ordentliche räumliche Bedingungen haben."

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