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Zoo Leipzig erwartet weiteren Elefanten-Nachwuchs

Der Leipziger Zoo zeigt seinen neuen Babyfanten. Und drei weitere Elefantenkühe sind auch schon trächtig.

Von Sven Heitkamp
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Das Elefantenbaby erkundet am Mittwoch an der Seite seiner Mutter Pantha die Anlage im Leipziger Zoo.
Das Elefantenbaby erkundet am Mittwoch an der Seite seiner Mutter Pantha die Anlage im Leipziger Zoo. © dpa/Hendrik Schmidt

Leipzig. Er ist 87 Zentimeter klein, 92 Kilo schwer und macht ziemlich große Augen – der Babyfant, der am Sonntagmorgen im Leipziger Zoo geboren wurde. Am Mittwochmorgen präsentierte Zoodirektor Jörg Junhold den kleinen Elefantenbullen von Mutter Pantha erstmals der Öffentlichkeit. Seither ist der jüngste Zuchterfolg mit dem behaarten Rücken auch für Besucher täglich von 10 bis 16 Uhr zu sehen. Wenn die Herde Ruhe brauche, könne der Elefantentempel aber auch zeitweise wieder geschlossen werden.

Zudem dürfte es bald weiteren Nachwuchs geben: Junhold gab am Mittwoch bekannt, dass derzeit drei weitere Elefantenkühe aus der Herde trächtig sind. Die 13-jährige Thuza erwartet bis Jahresende ihr erstes Baby. Die 39 Jahre alte Oma des Babys, Kewa, und dessen Tante Rani sind Mitte kommenden Jahres so weit. Vater ist bei allen Nachkommen der Bulle Voi Nam, der 2002 in Leipzig geboren wurde. „Es ist eine große Freude, dass wir viermal die Möglichkeit haben, ein Jungtier zur Welt zu bringen“, betonte der Zoodirektor. Von den Trächtigkeiten in der neuformierten Herde könne der ganze Familienverband profitieren.

Das vier Tage alte Jungtier war am Sonntagmorgen um 5 Uhr binnen einer halben Stunde zur Welt gekommen. Die Geburt innerhalb der Herde habe reibungslos geklappt, so Junhold. Eigentlich hatten die Pfleger mit der Ankunft des kleinen Jungen zwar erst im Laufe des Oktobers gerechnet. Denn Elefantenkühe seien 20 bis 26 Monat lang trächtig. „Gott sei Dank waren wir aber vorbereitet.“

Der jüngste Spross der Familie trinke seither regelmäßig bei seiner Mutter und entwickele sich gut. Er werde von allen drei Elefantenkühen eng behütet und umsorgt. „Wir werden nicht eingreifen“, betonte Junhold. „Wir können nur die Daumen drücken.“ Dabei könne auch Thuza für ihre erste eigene Geburt viel lernen.

Der Leipzig Zoo hatte in der Vergangenheit schwere Rückschläge bei seinen Elefanten-Zuchtversuchen zu beklagen. Der im Januar 2020 geborene Elefantenbulle Kiran starb knapp anderthalb Jahre nach seiner Geburt im Juni vorigen Jahres. Im Herbst 2019 hatte der Zoo bereits den acht Monate alten Minifanten Bên Lòng verloren. Seine Mutter hatte ihn nicht angenommen, die Pfleger zogen ihn daher mit der Flasche auf. Auch in den Jahren zuvor gab es Todesfälle mit Leipziger Babyfanten – ihre Aufzucht in Zoos gilt als komplex und kritisch.