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Die Horn'sche Stiftung aus Meißen unterstützt jedes Jahr den Ausbau der Jahnhalle. Ohne diese Mittel würde es auf dem Jüdenberg nicht vorangehen.

Tom Lauerwald (l.) von der Otto-und-Emma-Horn-Stiftung spendet eine große Summe für die Sanierung der Jahnhalle. Die Bürgerstiftung hat die Halle 2017 der Stadt abgekauft.
Tom Lauerwald (l.) von der Otto-und-Emma-Horn-Stiftung spendet eine große Summe für die Sanierung der Jahnhalle. Die Bürgerstiftung hat die Halle 2017 der Stadt abgekauft. © Claudia Hübschmann

Meißen. Tom Lauerwald freut sich. Der Vorsitzende der Otto-und-Emma-Horn-Stiftung verteilt jedes Jahr Geld an Initiativen, Vereine und auch Stiftungen. Wie die Bürgerstiftung Meißen, die sich seit ihrer Gründung 2016 für den Erhalt der Jahnhalle auf dem Jüdenberg einsetzt. So lange unterstützt auch schon die Horn'sche Stiftung das Projekt. "Ich finde es wunderbar, dass sich Stiftungen gegenseitig unterstützen können", sagt Tom Lauerwald. Die Horn'sche Stiftung ist gleichzeitig auch Gründungsmitglied. 

Dieses Jahr spendiert Tom Lauerwald 5.000 Euro für die Sanierung der Jahnhalle. Das Geld wird hauptsächlich dafür verwendet, um weitere Mittel zu beantragen, erklärt Ina Heß. Zum Beispiel aus dem Topf der Staatsministerin für Kultur und Medien (BKM). "Die Spende der Otto-und-Emma-Horn-Stiftung ist deshalb eine willkommene Unterstützung", sagt die Vorsitzende der Bürgerstiftung weiter. Denn um BKM-Förderungen zu erhalten, brauche man Eigenmittel. 

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2017 hat die Bürgerstiftung die Jahnhalle mit umliegenden Areal erworben. Für einen symbolischen Euro. Die Stiftung rettet damit die Ende des 19. Jahrhunderts erbaute Sporthalle, die Mitte der 2000er-Jahre geschlossen wurde. Seitdem gibt es 44 Stifter. Auch das Vermögen stieg von etwa 25.000 Euro auf etwa 100.000 Euro (Stand 2019). Neben der Otto-und-Emma-Horn-Stiftung unterstützen dabei viele private Stiftungen wie die ELZET Stiftung aus Stuttgart, aber auch Privatpersonen und Unternehmen aus Meißen. Zusätzlich gibt es verschiedene Förderprogramme, die die Bürgerstiftung erfolgreich anzapfen konnten: wie das Denkmalschutz-Sonderprogramm VIII der BKM oder das Bundesmittelprogramm „Stadtumbau“.

Ina Heß ist zudem froh, dass sie trotz Corona die BKM-Mittel bekommen haben. "Es wäre schade, wenn in Zukunft solche Projekte wie die Jahnhalle nicht mehr gefördert werden." Aufgrund der milliardenschweren Schulden, die die Bundesregierung auf sich nimmt, wäre das nicht verwunderlich. Im Vergleich zu 2019 belasten mehr als 200 Milliarden Euro den öffentlichen Haushalt Deutschlands, teilt das Statistische Bundesamt im September mit.

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Mittlerweile sind etwa 120 Personen im Freundeskreis der Stiftung regelmäßig aktiv. Allein fast 1.000 Arbeitsstunden in zwölf Arbeitseinsätzen im vergangenen Jahr zeigen, dass die Stiftung auf großes Engagement der Meißner Bürger trifft. Das braucht es auch, um den Umbau der Jahnhalle zu bewältigen. 

Weitere Informationen zur Stiftung gibt es online. Wer spenden will, kann das über das Konto der Bürgerstiftung: DE21 8505 5000 0500 1385 91.

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