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Rüthrich tritt nicht mehr für Bundestag an

Die SPD-Frau möchte neue sächsische Kinderbeauftragte werden. Der Kommentar des Meißner CDU-Kreisvorsitzenden ist überraschend freundlich.

Abschied von Meißen: Susann Rüthrich (43, SPD) möchte nicht mehr in den Bundestag, sondern sächsische Kinderbeauftragte werden.
Abschied von Meißen: Susann Rüthrich (43, SPD) möchte nicht mehr in den Bundestag, sondern sächsische Kinderbeauftragte werden. © Claudia Hübschmann

Meißen. Die SPD-Bundestagsabgeordnete für den Landkreis Meißen Susann Rüthrich hat ihre Kandidatur für die Wahl Ende September zurückgezogen. Sie hat sich als sächsische Kinderbeauftragte im Sozialministerium beworben. Diese Stelle soll zum ersten Mal besetzt werden. Frau Rüthrich hat am Wochenende bei der Wahl der SPD-Liste zum Bundestag auf einen sicheren Listenplatz für sich verzichtet. Ihr werden große Chancen bei der Vergabe der neuen Stelle einer Kinderbeauftragten eingeräumt.

"Das Bewerbungsverfahren zur Kinderbeauftragten läuft. In Abhängigkeit davon steht, ob und wann ich die Stelle antreten kann. Ich plane nicht, mein Mandat zurückzugeben und gehe demnach vom Herbst als möglichem Start aus", teilte sie am Montag sächsische.de mit. Wer ihre Nachfolgerin als Direktkandidatin für den Landkreis Meißen wird, ist noch offen. Rüthrich: "Bezüglich des Direktwahlkreises bin ich mit meinem SPD-Kreisverband im Gespräch." Susann Rüthrich, die in Coswig aufgewachsen und zur Schule gegangen ist, hat selbst drei Kinder und gilt als Fachfrau für die Belange von Kindern und Jugendlichen.

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Die Kommentare von politischen Mitbewerbern klingen freundlich. So teilte der Meißner CDU-Kreisvorsitzende Sebastian Fischer mit: "Ich bin überrascht. Frau Rüthrich ist aber konsequent und bleibt sich treu. Nachdem sie im Bundestag ihre Ziele, so zu Kinderrechten, erreicht hat, setzt sie diese Arbeit in der Landespolitik fort."

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Im Rennen um ein Direktmandat im Wahlkreis 155 Meißen sind jetzt - neben Sebastian Fischer - noch sechs weitere Kandidaten: Für die AfD tritt die Bibliothekarin Barbara Lenk (38) an, für die FDP der Immobilienmakler Johannes Schmidt-Ramos (30) und der Leipziger Markus Pohle (29) für die Linkspartei. Die Grünen haben die gebürtige Nossenerin Karin Beese nominiert. Bei den Freien Wählern hat sich der Meißner Erzieher Andre Langerfeld (49) durchgesetzt. Für die Ökologisch Demokratische Partei bewirbt sich der Meißner Museologe Steffen Förster.

Die sächsische SPD hatte bei der vergangenen Bundestagswahl 10,5 Prozent der Zweitstimmen erzielt. Zwei Jahre später bei der Landtagswahl bekam sie nur 7,7 Prozent. Die Bundestagswahl ist am 26. September.

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