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Meißen will ins Klimaprogramm

Die Stadt hofft auf Zuschüsse für den Park Siebeneichen und den Stadtwald Goldgrund. Gemeinsam mit Partnern will sie sich darum bemühen.

Im Park Siebeneichen ist viel zu tun, wie dieses Archivbild zeigt, das im vorigen April aufgenommen wurde.
Im Park Siebeneichen ist viel zu tun, wie dieses Archivbild zeigt, das im vorigen April aufgenommen wurde. © Claudia Hübschmann

Meißen. Als Klimahain sollen der Park Siebeneichen und der Stadtwald Goldgrund ausgewiesen werden. Damit böte sich die Chance, 90 Prozent der Investitionen in den Erhalt, Pflege und Gestaltung der Flächen aus einem neuen Bundesprogramm gefördert zu bekommen, wie die Leiterin des Bauverwaltungsamtes Inga Skambraks im Stadtentwicklungsausschuss berichtete.

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„Mit dem Bundesprogramm zur ‚Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel′ sollen konzeptionelle und investive Projekte mit hoher Wirksamkeit für Klimaschutz (CO2-Minderung) und Klimaanpassung, mit hoher fachlicher Qualität, mit überdurchschnittlichem Investitionsvolumen oder mit hohem Innovationspotenzial gefördert werden“, heißt es im Projektaufruf des Bundesinnenministeriums. Die Bundesmittel aus dem Sondervermögen „Energie- und Klimafonds“ werden im Haushaltsjahr 2021 bewilligt und stehen in den Jahren 2021 bis 2024 zur Verfügung.

Als Partnerkommune will sich Meißen gemeinsam mit der Forstwissenschaftlichen Fakultät der TU Dresden und der Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gemeinnützige GmbH darum bewerben, mit Forschungsprojekten in das Programm aufgenommen zu werden. So ist für den Park Siebeneichen vorgesehen, dass Tharandter Forstwissenschaftler, das von Tobias Hamm entwickelte Konzept zur Neugestaltung des Parks überprüfen und konkrete Maßnahmen ableiten. Für den Stadtwald Goldgrund soll ebenfalls ein solches Konzept erarbeitet werden. Das gemeinsame Projekt mit der Schlösserland gGmbH zielt auf Forschungen und Maßnahmen zur Verjüngung alter Waldparkräume.

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In Videokonferenzen seien erste Entwürfe vorbereitet worden, mit denen sich die drei Partner bis zum 15. März um Aufnahme in das Bundesprogramm bewerben, so Inga Skambraks. Angesichts der hohen Summen, die allein im Park Siebeneichen nur für die Beseitigung von Sturmschäden ausgegeben wurden, habe Meißen die Chance, die für die Pflege städtischer Wald- und Parkflächen zur Verfügung stehenden Gelder zu verzehnfachen, sagte Oberbürgermeister Olaf Raschke. (SZ/da)

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