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Zweite Ex-Kämmerin verlässt Lommatzsch

Nach Anett Ostermann hat nun auch Anja Klemichen nach 26 Jahren gekündigt. Mandy Hirth übernimmt deren Stelle.

Mandy Hirth ist seit 1. November in der Stadtverwaltung Lommatzsch tätig.
Mandy Hirth ist seit 1. November in der Stadtverwaltung Lommatzsch tätig. © Gerhard Schlechte

Lommatzsch. Im Rathaus gab es erneut einen Personalwechsel. Nachdem Kämmerin Anett Ostermann Ende vergangenen Jahres die Stadtverwaltung nach 25 Jahren verlassen hatte und seitdem in der Kämmerei der Gemeinde Hirschstein arbeitet, ist seit dem 1. November auch Anja Klemichen auf eigenen Wunsch ausgeschieden. Sie war zuletzt im „Facility Management“ der Stadt unter anderem für  städtische Grundstücke und  Liegenschaften,  Verkäufe, Vorkaufsrechte, Vermessung zuständig. Ihre Tätigkeit hat nun Mandy Hirth übernommen. Sie wurde bereits seit dem 1. Oktober eingearbeitet und  ist auch in die Anlagenbuchhaltung und die Verwaltung der städtischen Beteiligungen, in die Haushaltsplanung und ins Finanzcontrolling  eingebunden. 

Anja Klemichen war bis 2010 Kämmerin der Stadt Lommatzsch, bis sie von Anett Ostermann abgelöst wurde. Nach deren Ausscheiden übernahm sie kommissarisch erneut die Stelle der Kämmerin.  Sie war fast 26 Jahre für die Stadt Lommatzsch tätig.  Seit 1. Juni dieses Jahres ist Silke Herzog aus Coswig Kämmerin der Stadt.  Sie arbeitete bisher bei einer Wohnungsbaugesellschaft in Senftenberg. 

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Sowohl Klemichen als auch Ostermann waren verbeamtet. Während Anett Ostermann nach ihrem Wechsel nach Hirschstein ihren Beamtenstatus aufgab, tritt Anja Klemichen nach Informationen der SZ eine Beamtenstelle beim Sächsischen Rechnungshof an.  

Anja Klemichen wurde 2006 vermutlich von  einem Stadtrat angezeigt, weil sie zu hoch eingruppiert war. Sie wurde nach der Beamtenbesoldungsgruppe A 12 bezahlt. Eine Stadt wie Lommatzsch darf aber höchstens Beamte der Gruppe A 11 haben. So sieht es die „Verordnung der Sächsischen Staatsregierung über die vorläufige Bestimmung und Anwendung von Stellenobergrenzen für kommunale Laufbahnbeamte“ vom 11. September 1992 vor. Eine A-12-Stelle wurde in Lommatzsch bereits seit dem Jahre 2001 bezahlt. Die zu hohe Eingruppierung wurde also lange vor der Amtszeit von Bürgermeisterin Anita Maaß (FDP) beschlossen. Sie trat ihr Amt 2005 an. 

Die Bürgermeisterin hatte damals Konsequenzen angekündigt. Offen bleibt,  ob die Absetzung von Klemichen als Kämmerin eine dieser Konsequenzen war.

Warum innerhalb von wenigen Monaten zwei langjährige Mitarbeiterinnen die Stadtverwaltung Lommatzsch verlassen haben,  ist unklar. Hinter vorgehaltener Hand ist von einem schlechten Arbeitsklima die Rede. Öffentlich sagen, will das aber niemand. 

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