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Leserbrief: Der entfernte Fußgängerweg ist "eine Behördenposse"

Sächsische.de-Leser Eberhard Gutmann äußert sich zum entfernten Zebrastreifen an der Niederauer Straße in Meißen, und der Rolle der Behörden.

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Der Zebrastreifen auf der Niederauer Straße in Meißen wurde am 15. Mai endgültig demarkiert.
Der Zebrastreifen auf der Niederauer Straße in Meißen wurde am 15. Mai endgültig demarkiert. © Claudia Hübschmann

Behörden haben im Allgemeinen keinen besonders guten Ruf bei der Bevölkerung. Sie tun aber auch alles dafür, dass das so ist und bleibt. Ein Beispiel, wie die Verkehrssicherheit für Fußgänger verschlechtert wird, ist die Entfernung des Fußgängerüberweges (Zebrastreifen) auf der Niederauer Straße in Meißen.

Angeblich ereigneten sich dort zu viel Verkehrsunfälle mit Radfahrern, die der Meinung waren, sie können die Straße dort queren ohne absteigen zu müssen. Tatsächlich war das auch so. Aber ist das nicht der falsche Ansatz, dieses Problem mit der Beseitigung des Überganges zu lösen?

Hierbei haben die beteiligten Behörden doch auf ganzer Linie versagt. Warum kann man das Problem nicht einfach durch das Anbringen von Sperren auf dem Fußweg lösen und die Radfahrer damit zum Absteigen zu zwingen? Nein, das wäre ja zu einfach.

Also entfernt man die Schilder, fräst den Zebrastreifen ab und versieht die verbleibenden Reste mit einer Bitumenschicht, um sie unsichtbar zu machen. Es fehlt nur noch, dass man die abgesenkten Bordsteinkanten und die Mittelinsel auch wieder entfernt. Damit würde man erfolgreich das queren der Straße mit Rollstühlen oder Rollatoren ebenfalls verhindern und dem Radfahrer erhebliche Probleme bringen.

Aber wie wir alle wissen, haben Behörden immer recht, ganz egal, ob dem Bürger damit geholfen wird oder nicht. Und wieder war ein Problem gelöst, egal wie.

Leserbriefe sind die persönliche Meinung der Schreiber und entsprechen nicht unbedingt der Auffassung der Redaktion. Bitte geben Sie bei Briefen, E-Mails und Faxen neben dem vollständigen Namen auch Anschrift und Telefonnummer an (werden nicht veröffentlicht). Wir behalten uns vor, Zuschriften sinnwahrend zu kürzen.