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Bischofswerda

Neues Feuerwehrhaus für Großdrebnitz

Die Stadt Bischofswerda investiert in ihrem Ortsteil anderthalb Millionen Euro in einen besseren Brandschutz. Das wird allerdings auch höchste Zeit.

So soll das neue Gerätehaus in Großdrebnitz nach einem Entwurf des Neukircher Büros Bauplanconcept aussehen.
So soll das neue Gerätehaus in Großdrebnitz nach einem Entwurf des Neukircher Büros Bauplanconcept aussehen. © Büro Bauplanconcept

Bischofswerda. Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Großdrebnitz bekommen ein neues Gerätehaus - und damit angemessene Bedingungen für ihren verantwortungsvollen Dienst. 

Zum Flachbau, der am Lärchenweg errichtet wird, gehören eine Fahrzeughalle mit zwei Stellplätzen für das Tragkraftspritzenfahrzeug und den Mannschaftstransportwagen sowie Umkleide-, Sanitär- und Schulungsräume. 

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Baustart soll nach dem Winter sein, sobald die Witterung es zulässt, spätestens im März 2021, sagt Sascha Hache, Pressesprecher der Bischofswerdaer Stadtverwaltung. Die Stadt rechnet mit einer Bauzeit von etwa einem Jahr, so dass das neue Gerätehaus just in jenem Jahr übergeben werden kann, in dem die 1937 gegründete Großdrebnitzer Wehr ihr 85-jähriges Bestehen feiert. 

Feuerwehrleute und die Unfallkasse machten Druck

Ihr jetziges Domizil ist noch älter als die Feuerwehr. Das 1928 errichtete und Mitte der 80-er Jahre sanierte Gebäude unterhalb der Kirche entspricht längst nicht mehr den jetzigen Anforderungen. Die Mängelliste ist lang. Es fehlt an Umkleideräumen und zeitgemäßen Sanitäranlagen. Im Haus gibt es Wasserschäden und Schimmel. Hinzu kommen technische Probleme, wie zu schmale Tore für die Fahrzeuge. 

Die Leitungen von Orts- und Gemeindewehr sowie der Ortschaftsrat mahnten über Jahre Handlungsbedarf an. Auch die Unfallkasse Sachsen forderte Veränderungen; anderenfalls drohte die Stilllegung des Gebäudes. Nicht auszudenken, was das für den Brandschutz von Großdrebnitz und der Nachbarorte bedeutet hätte. 

Auf dieser Fläche am Großdrebnitzer Lärchenweg soll das neue Gerätehaus errichtet werden. Zu Beginn dieses Jahres war hier ein Wohnblock abgerissen worden.
Auf dieser Fläche am Großdrebnitzer Lärchenweg soll das neue Gerätehaus errichtet werden. Zu Beginn dieses Jahres war hier ein Wohnblock abgerissen worden. © Steffen Unger

Der Neubau entsteht rund 700 Meter vom alten Standort entfernt - auf dem Gelände eines ehemaligen Wohnblocks, der zu Beginn dieses Jahres abgerissen wurde. Die Stadt erwarb die Fläche von der Wohnungswirtschaft und Baugesellschaft Bischofswerda, einer 100-prozentigen Tochter der Stadt.  

Bischofswerda kann wieder investieren

Rund anderthalb Millionen Euro wird der Neubau kosten. Die Finanzierung ist gesichert. Reichlich eine Million Euro kommt aus dem Stadthaushalt. 430.000 Euro stellt der Freistaat Sachsen aus Mitteln der Feuerwehrfachförderung bereit. Vize-Landrätin Birgit Weber übergab jetzt in Großdrebnitz den Fördermittelbescheid. Anfang Oktober sollen laut Stadtverwaltung die ersten Arbeiten für den Neubau ausgeschrieben werden. 

Noch vor wenigen Jahren, als sich die Stadt Bischofswerda in der Haushaltskonsolidierung befand, schien eine solche Investition undenkbar. Inzwischen hat die Stadt wieder Geld, um zu bauen und zu gestalten. Und nicht nur am Großdrebnitzer Lärchenweg, wie Oberbürgermeister Holm Große (parteilos) bei der Entgegennahme der Förderung deutlich machte. 

„Erst kürzlich haben wir in Goldbach die Grundsteinlegung für den Ersatzneubau der Grundschule gefeiert. Ebenso wie jetzt bei der Feuerwehr in Großdrebnitz investieren wir dort rund eine Million Euro städtischer Mittel", erklärte der OB. Goldbachs Feuerwehr bekam im vergangenen Jahr einen neuen Kommandowagen. "Wir als Stadt investieren umfangreich in unseren Ortsteilen, um diese zukunftssicher zu machen." Sind die Dörfer lebenswert und sicher und stimmt die Infrastruktur,  dann müsse auch keiner "gezwungen" sein, in der Großstadt zu leben, so Holm Große. 

Vertreter verschiedener Generationen der Freiwilligen Feuerwehr Großdrebnitz waren bei der Übergabe des Fördermittelbescheids dabei. Zurzeit gehören ihr 20 Mitglieder im aktiven Dienst an. Hinzu kommen fünf Mitglieder in der Jugendfeuerwehr sowie die Alters- und Ehrenabteilung. (SZ)

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