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Neues Pflaster

© Norbert Millauer

Mindestens zweieinhalb Wochen wird zwischen Bahnhof-Ost und dem Rewe-Markt gebaut. Das bringt Probleme mit sich.

Von Peter Redlich

Radebeul. Wenigstens zwei Tage dauert es, bis die meisten Autofahrer mitbekommen haben: Hier geht es nicht mehr rein. Die Zufahrtsstraße am Rewe neben dem Bahnhof in Radebeul-Ost ist aufgerissen. Anlass sind die Verwerfungen an den bisher hier verlegten Pflastersteinen.

Das Parkhaus ist während der Rewe-Öffnungszeiten kostenlos nutzbar. Mehrere Schilder weisen deutlich darauf hin. © SZ/Redlich

Erst vor fünf Jahren ist die Straße angelegt worden. Sie ist im Privatbesitz und gehört zum Grundstück des Investors Christoph Dross. Dross errichtete das Gebäude mit Rewe-Markt, Parkhaus, Ärztehaus und Commerzbank. Sachsengelbes Pflaster sollte es damals sein. Was die Planer oder auch Bauleute offenbar nicht beachteten – hier fahren nicht nur relativ leichte Pkw, sondern auch schwere Lastwagen, welche die Warenlieferungen für den Markt bringen. Auf der kurz abschüssigen Strecke bremsen die Fahrer. Es kommt zu einem hohen Druck auf das Pflaster. Dross: „Wenn da nicht Puffer eingebaut sind und der Kies zwischen den Steinen genau stimmt, dann verschieben sich die Pflastersteine.“

Genau das ist passiert. Wellen und Lücken taten sich auf. „Wir mussten was tun“, sagt Dross. So geschieht es jetzt. Dross hat kurzfristig die Baufirma Karl Köhler aus Heidenau gefunden, die auf solche Arbeiten spezialisiert ist. Deren Mitarbeiter haben bereits die alten Pflastersteine herausgehoben.

Es ist auch schon zu erkennen, wie die neue Lösung aussehen soll: In Abständen werden quer Granitsperren aus Stein gesetzt, die dem Pflaster zusätzlichen Halt geben. Auch finden andere Steine als bisher Verwendung. Nämlich anders geformtes Betonpflaster. „Das haben wir in der gleichen Farbe einfärben lassen, wie das vorherige Pflaster, sodass es wieder schön sandgelb sächsisch aussieht“, sagt Dross.

Etwa zweieinhalb Wochen werden die Arbeiten seit Beginn dieser Woche brauchen, kündigt der Straßenbesitzer an. Das bringt Probleme für alle Autofahrer mit sich, die hier zum Rewe-Markt oder zum Bahnhof wollen. Mindestens zwölf Stellplätze fallen in dieser Zeit weg.

Das kompensiert Christoph Dross mit einem Angebot für alle, die ihr Fahrzeug abstellen wollen. „Während der Öffnungszeiten des Rewe-Marktes kann das Parkhaus kostenlos genutzt werden.“ Allerdings muss beachtet werden, dass die Einfahrt nach wie vor nur mit ec-Karte möglich ist. Es werde jedoch für alle, die während der Marktöffnung parken, nichts abgebucht, versichert Dross.

Ursprünglich wollte der Parkhausbetreiber die Schranke zur Rewe-Öffnungszeit generell offen lassen. „Wir haben uns anders entschieden, weil dann ja alle, die über die Straßenbauzeit hinaus im Parkhaus stehen, nicht wieder rauskommen würden“, so Dross. Wer dann noch drin steht, aber eben mit ec-Karte eingebucht hat, zahlt anschließend nur die Zeit der Parkdauer nach Abschluss der Bauarbeiten.

Nicht unproblematisch ist auch die Anlieferung für den Rewe-Markt. Die Lkw fahren jetzt über die Straße an der Ostseite des Bahnhofs und dann rückwärts Richtung Markt. Drei Stellplätze mussten dafür zusätzlich gesperrt werden. Die ebenfalls verschobenen Pflastersteine in der Kurve direkt vor dem Rewe-Eingang liegen deshalb jetzt noch drin. Dieses Stück soll in einer schnellen Wochenendaktion am Ende der Arbeiten repariert werden.

Damit das mit den weniger Stellplätzen kein Durcheinander gibt, wolle das Ordnungsamt vor Ort Kontrollen durchführen. „Das habe ich mit dem Leiter der Verkehrsbehörde Ingolf Zill besprochen“, sagt Christoph Dross.