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Neustadt: Neuer Standort für Funkmast

Im Ortsteil Niederottendorf soll ein Mobilfunkturm errichtet werden. Geplant war der unweit der Grundschule. Das ändert sich nun.

Für Neustadt werden neue Standorte von Mobilfunkmasten gesucht.
Für Neustadt werden neue Standorte von Mobilfunkmasten gesucht. © Symbolfoto: SZ/Archiv: Norbert Millauer

Die Deutsche Funkturm GmbH als Standortsucher für neue Mobilfunkmasten hatte ihre Pläne für Neustadt im Stadtrat vorgestellt. Insgesamt drei mögliche Standorte wurden ins Auge gefasst. Einer im Ortsteil Niederottendorf blieb übrig.

Anders als in anderen Kommunen gab es bei der Vorstellung im Stadtrat keinen Gegenwind oder auch Diskussionen dazu. Einen offiziellen Beschluss gab es aber auch nicht. Es handelte sich um eine Informationsvorlage, so wie der Stadtrat es gewünscht hatte. Damit schien das Thema abgeschlossen. Schien.

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Denn Stadtrat und Oberschullehrer Torsten Schlegel (Neustädter für Neustadt) wurde stutzig. Er hatte sich die Standorte im Nachhinein noch einmal genauer angeschaut und bemerkt, dass sich der auf Niederottendorfer Flur, fast direkt gegenüber der Grundschule, befinden sollte. "Wir sollten uns damit definitiv noch einmal befassen", mahnte er an. Denn eigentlich war der Standort schon soweit klar, dass die Deutsche Funkturm GmbH bereits mit dem Grundstückseigentümer Gespräche führen wollte. Nach jetzigen Plänen soll dort ein 40 Meter hoher Sendemast errichtet werden. Noch geklärt werden muss, ob ein Gittermast gebaut wird oder einer aus Beton. Letztere benötigen ein Fundament von 12 mal 12 Metern. Der Mast soll mit drei Antennen bestückt werden. Ziel sei es, dann nicht nur die Randgebiete von Neustadt, sondern auch den Ortsteil Berthelsdorf mit einer besseren Verbindung zu versorgen.

Nach Ausschusssitzung neuer Standort anvisiert

Aufgrund des dringenden Klärungsbedarfs, den Torsten Schlegel angemeldet hatte, wurde das Thema in Neustadt sowohl im Technischen Ausschuss als auch im Verwaltungsausschuss noch einmal besprochen und die Abstandsflächen des geplanten Funkmastes auf Niederottendorfer Flur geprüft.

Demnach könnte sich der ins Auge gefasste Standort etwas verschieben, um größere Abstände zu erreichen. Der Mobilfunkmast hätte dann einen Abstand 765 Metern zur Grundschule Oberottendorf, 600 Meter zur Wohnbebauung, 475 Meter zum Sportplatz und 1,1 Kilometer zur Kindertagesstätte.

Das Verfahren selbst steht noch am Anfang. Ist eine Fläche gefunden, werden die Grundstückseigentümer angeschrieben. Sagen diese zu, beginnt der eigentliche Planungsprozess. In dieser Phase würden dann auch mögliche Einwände, also zum Beispiel aus naturschutzrechtlicher Sicht, geprüft. Dieser Schritt nehme einige Zeit in Anspruch. Danach schließt sich das Baugenehmigungsverfahren an. (SZ/web)

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