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Sachsens Regierungschef freut sich für Rothenburg

Am Montag landete der erste Airbus auf dem Flugplatz der Kleinstadt im Kreis Görlitz. Er wird nun recycelt. Ein Geschäftsmodell für die Zukunft?

Im Beisein von Ministerpräsident Michael Kretschmer (2.v.r.) unterzeichneten Landrat Bernd Lange und EFW-Geschäftsführer Andreas Sperl 2018 die Absichtserklärung zur Gründung eines Recyclingzentrums auf dem Flugplatz Rothenburg.
Im Beisein von Ministerpräsident Michael Kretschmer (2.v.r.) unterzeichneten Landrat Bernd Lange und EFW-Geschäftsführer Andreas Sperl 2018 die Absichtserklärung zur Gründung eines Recyclingzentrums auf dem Flugplatz Rothenburg. ©  Archiv/André Schulze

Der SZ-Bericht zur Landung des ersten Flugzeuges zur Wiederverwertung auf dem Flugplatz Rothenburg veranlasst Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) zu folgender Wortmeldung: "Wir haben sehr dafür geworben und auch geholfen, dass die Elbe Flugzeugwerke dieses neue Geschäftsfeld in Rothenburg etablieren. Dafür braucht es Fachleute. Ich finde es ist ein Anfang mit viel Potential."

Dieses Potential kann dem Verkehrslandeplatz Rothenburg eine neue Perspektive geben. Auch andere Facebook-Nutzer begrüßen die Entwicklung. Marcus Menzel meint: Ich finde das ausgezeichnet. Für den sehr abgelegenen Verkehrslandeplatz Rothenburg ist dies das einzig vernünftige Geschäftsmodell. Mit den Fachleuten ist das allerdings auch sehr schwierig dort. Aber der Anfang ist gemacht!

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Wo kommen die Fachkräfte her?

Ingo Michael war auf dem Flugplatz zu DDR-Zeiten im Dienst der NVA. "Ich finde es eine Superidee, den Flugplatz so zu nutzen und damit Arbeitsplätze zu sichern oder zu schaffen. Anton Adamek ist davon überzeugt, dass das Zerlegen und Recycling qualifizierte Fachkräfte, hervorragende Logistik und eine ausgefeilte Software erfordert. "Es wäre schön, wenn solch eine zukunftsträchtige Industrie in Sachsen angesiedelt werden könnte, freilich bezweifle ich, dass es in Ostsachsen dafür genügend Ingenieure, IT-Spezialisten und Techniker geben wird." Sven Kindermann sieht in dem Rothenburger Recyclingzentrum aufgrund der zu erwartenden Pleiten bei den Airlines in den kommenden Jahren ein Zukunftsgeschäft. "Aber wer wird es bezahlen...?"

Der Startschuss für das Recycling-Projekt ausgedienter Flugzeuge wurde Ende August 2018 mit einer Absichtserklärung auf dem Flugplatz Rothenburg gegeben. Im Beisein von Ministerpräsident Michael Kretschmer unterzeichnete der Landkreis Görlitz als Eigentümer des Verkehrslandeplatzes und die Elbe Flugzeugwerke diese Erklärung. Die ersten Flieger sollen ab diesem Jahr fachmännisch auseinandergenommen werden, so der Zeitplan der Flugzeugwerke. Der am Montag gelandete Airbus 320 ist für den Testlauf vorgesehen. Von 25 Flugzeugen im Jahr ist die Rede, was die Kapazität in Rothenburg betrifft. Das soll durch 18 Mitarbeiter in einer dafür neu gegründeten Gesellschaft erfolgen.

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