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Sachsen prämiert coole Ideen mit 5.000 Euro

Niesky hatte sich beim Wettbewerb "So geht sächsisch." beworben. Nun soll ein mobiles Hofkino entstehen. Prämiert wurden auch mehrere Projekte aus Görlitz.

Martin Vetter ist mit seinem Hof in der Görlitzer Straße Gastgeber des ersten Hofkinos in Niesky.
Martin Vetter ist mit seinem Hof in der Görlitzer Straße Gastgeber des ersten Hofkinos in Niesky. © André Schulze

Niesky gehört zu den 50 Gewinnern von jeweils 5.000 Euro, die eine Jury aus 103 eingereichten Ideen von 85 Bewerbern aus 39 Städten im Rahmen des Wettbewerbs "So geht sächsisch." ausgewählt hat. Dabei ging es um kreative Konzepte rund um die Öffnung des Einzelhandels im Freistaat. Auch zahlreiche Projekte aus Görlitz gehören zu den Preisträgern.

Im Vorfeld war dazu in Niesky extra eine Arbeitsgruppe gegründet worden, der nicht nur das Stadtmarketing, sondern auch die Geschäftsinhaber von Expert, der Weinhandlung Flicke, von Sport-Vetter und des Kinderbedarfsladens "Dreikäsehoch" angehören. Dabei entstand die Idee, ein "Hofkino" zu initiieren, das gleichermaßen den Bürgern, aber auch der Händlerschaft zugute kommt.

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Oberbürgermeisterin Beate Hoffmann erklärt das Projekt so: "An wechselnden Veranstaltungsorten wollen wir den Menschen in der Stadt Filme anbieten, die im Freien über die Leinwand flimmern." Dies könnten sowohl beliebte Klassiker als auch bekannte Blockbuster sein. Die Entscheidung darüber werde jeweils kurz vor dem nächsten Termin getroffen.

Das Besondere daran: Wer in den an der Aktion beteiligten Nieskyer Läden einkauft, bekommt dort einen Gutschein für die Filmvorführung. "Damit wollen wir den lokalen Handel stärken", so Hoffmann. Das Preisgeld soll nun dazu verwendet werden, die benötigte Vorführtechnik, aber auch passende Sitzmöbel anzuschaffen.

Von deren Verfügbarkeit hängt ab, wann es die erste Veranstaltung geben wird - wahrscheinlich Ende August oder Anfang September. Wo sie stattfinden wird, steht indes schon fest: Im Hof von Sport-Vetter in der Görlitzer Straße. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe setzen danach auf wechselnde Locations. "Wir werden überall dort gastieren, wo es die räumlichen Bedingungen hergeben und es die Inhaber der betreffenden Standorte wünschen", sagt die Rathauschefin.

Neben der Nieskyer Stadtmarketing-Idee wurden auch insgesamt fünf Projekte aus Görlitz mit einem Preisgeld von jeweils 5.000 Euro bedacht. Dazu zählen das Konzept „Schöner Samstag“ der Europastadt Görlitz/Zgorzelec GmbH, das Konzept „Lieferpiloten“ der Cityinitiative, das Konzept „Coolinaria“ des Weinhauses Krüger, das Konzept „So was wie Geocaching“ der Agentur Marktrezept und das Konzept „VIP-Shopping“ der Straßburg Passage.

Mit dem "Schönen Samstag" wollen Händlerorganisationen gemeinsam mit der Stadt Görlitz die Görlitzer Geschäftsinhaber unterstützen. Mit Kultur und Imbissständen sollen die Kunden in die Görlitzer Innenstadt zum Einkaufen gelockt werden. Am 3. Juli war das erstmals der Fall, an diesem Sonnabend das zweite Mal.

Die Genussmesse "Coolinaria" fand in diesem Jahr zum zweiten Mal statt. An einem Sonnabend boten Wein- und Lebensmittelproduzenten aus dem deutsch-polnischen Grenzgebiet ihre Spezialitäten auf einem Markt auf dem Platz der Friedlichen Revolution im Görlitzer Zentrum an. Erstmals wurden im Vorfeld Vorträge angeboten, beispielsweise über den Weinanbau in Polen.

„So geht sächsisch.“ ist Teil der crossmedialen Kampagne "JetztLokalHandeln", die im März 2021 ins Leben gerufen wurde. Damit will der Freistaat nach den Einschränkungen der Corona-Krise einen "mutigen, kreativen Neustart" unterstützen, wie es Ministerpräsident Michael Kretschmer formuliert.

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