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Mit stabilen Preisen durch das Corona-Jahr

Die Stadtwerke Niesky investierten 2020 über 1,6 Millionen Euro in die Versorgung. Ins Waldbad kam aber nur die Hälfte der Gäste vom Vorjahr.

Nicht nur das coronabedingte Abstandsgebot galt es in der Waldbadsaison 2020 einzuhalten. Es durften sich maximal 216 Personen in der Freizeiteinrichtung aufhalten.
Nicht nur das coronabedingte Abstandsgebot galt es in der Waldbadsaison 2020 einzuhalten. Es durften sich maximal 216 Personen in der Freizeiteinrichtung aufhalten. © André Schulze

Der Verbrauch an Trinkwasser und Strom ist im vergangenen Jahr in Niesky stabil geblieben. "Eine Tendenz, die sich in den letzten drei Jahren zeigt", sagt Prokurist und Technischer Leiter Hartmut Barth zur Bilanz der Stadtwerke Niesky für das Jahr 2020. Ebenso sind die Preise stabil geblieben. Die Nieskyer mussten bei Strom und Wasser nicht tiefer in die Tasche greifen.

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In Zahlen ausgedrückt heißt das: Bei Trinkwasser betrug der Absatz 2020 rund 490.000 Kubikmeter und in der Fernwärme rund 14.250 MWh. "Auch 2020 wurden wieder rund 80 Prozent der von uns gelieferten Fernwärme aus erneuerbaren Energien erzeugt", ergänzt Barth. Die Fernwärmeversorgung erfolgt zu wesentlichen Teilen aus dem Holzhackschnitzel-Heizwerk am Ziegelweg.

Belegschaft wurde geteilt

Besondere Auswirkungen durch die Corona–Lockdowns hatten die SWN in Bezug auf Strom- und Wasserlieferungen im Vorjahr nicht zu verzeichnen. "Glücklicherweise hatten wir keine größeren Kunden, bei denen es durch coronabedingte Betriebsschließungen zu massiven Verbrauchsrückgängen kam", so Barth. Wesentliche Einschränkungen durch Corona gab es aber in der Betriebsführung. Um jederzeit die Versorgungsaufgaben erfüllen zu können, wurde das Unternehmen komplett in zwei Teams geteilt, die sich nicht begegnen, um so die Infektionsgefahr zu mindern. "Wir waren natürlich auch von Quarantänemaßnahmen oder Erkrankungen betroffen. Jedoch können wir feststellen, dass wir noch ganz gut durch diese herausfordernde Zeit gekommen sind", bilanziert Hartmut Barth und sagt: "Das ist vor allem deshalb gelungen, weil sich die Mitarbeiter den größeren Aufgaben angenommen haben und diese durchgezogen haben. Respekt dafür!"

Corona hat vor allem im Freizeitpark seine Spuren hinterlassen, für den die Stadtwerke die Betriebsführung innehaben. Die Eissaison 2019/2020 wurde abgebrochen. Die Saison darauf erst gar nicht so recht begonnen. Dadurch fehlen Einnahmen schlussendlich bei der Stadt Niesky. Andererseits gab es weniger Betriebsausgaben, da Anlagen nicht betrieben wurden. Die Sommersaison im Waldbad war auch kein Erfolg. Laut Hygienekonzept durften maximal 216 Personen gleichzeitig die Anlagen besuchen. Eine durchwachsene Witterung tat ihr Übriges. Somit waren mit rund 44.000 Badegästen nur rund 56 Prozent an Besuchern gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Demzufolge wurde auch nur die Hälfte der Einnahmen aus dem Vorjahr erreicht.

In die Versorgung investiert

Bei den Investitionen gab es keine Abstriche. Sie lagen wieder in der üblichen Höhe von 1,5 bis zwei Millionen Euro. Konkret waren es im Vorjahr 1,63 Millionen Euro, die die Stadtwerke in ihre Versorgungsanlagen für Trinkwasser, Abwasser, Strom und Breitband sowie in die Betriebsausstattung investiert haben. Betroffen sind die Rothenburger Straße, Straße des Friedens, Ringstraße und andere Bereiche in Niesky gewesen. Hinzu kommen Gemeinschaftsprojekte mit der Stadt Niesky und dem Erdgasversorger. Sie sparen Geld und verringern die Einschränkungen durch gesperrte Straßen und Wege.

Als neues Geschäftsfeld kam zum 1. März die TV- und Breitbandversorgung in der Stadt Niesky dazu. Sie wurde vom bisherigen Versorger Tele Columbus/PYUR übernommen. "Wesentlich hierbei ist, dass die Kunden nun auch für das Thema Fernsehen und Breitbandversorgung, genauso wie für Wasser, Strom und Wärme, einen Ansprechpartner direkt vor Ort haben", betont Hartmut Barth. Inzwischen haben die SWN über 2.200 Abnehmer, die mit Fernsehkanälen, Telefon beziehungsweise Internet versorgt werden. Mehr als 300 Anschlüsse nutzen Internetprodukte bis zu 40 Mbit/s. Je nach Anforderung sind auch Übertragungsraten von mehreren 100 Mbit/s umgesetzt und werden es noch.

700.000 Euro für die Stadt

Zusammenfassend kann der Prokurist feststellen: "Wir konnten auch im vergangenen Jahr wieder, und dies trotz der Corona-Pandemie, ein stabiles Ergebnis von rund 1,4 Millionen Euro erzielen. Das ist auch zum Vorteil für die Stadt Niesky als 100-prozentige Gesellschafterin der SWN. "Für die Stadt schütten wir 700.000 Euro aus. Eine Summe, die schon seit mehreren Jahren stabil ist." Somit leisten die Stadtwerke einen großen Beitrag für den klammen Haushalt ihres Gesellschafters.

Oberbürgermeisterin Beate Hoffmann spricht vom Tafelsilber, das Niesky mit seinen Stadtwerken seit Jahren hat. Und von einer tollen Mannschaftsleistung, die die rund 50 Mitarbeiter auch im vergangenen Jahr wieder vollbracht haben. Der Stadtrat gab dem positiven Prüfbericht zum Jahresabschluss 2020 seine volle Zustimmung.

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