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Löbau

Oberlausitzer wollen ihre Mundart retten

20 Heimatfreunde um Johannes Kletschka haben in Ebersbach eine Initiative gegründet. Dahinter steckt nicht weniger als der Erhalt der Sprache.

Johannes Kletschka will einen Beitrag fürs Überleben der Oberlausitzer Sprache leisten.
Johannes Kletschka will einen Beitrag fürs Überleben der Oberlausitzer Sprache leisten. © Rafael Sampedro

Der Anfang ist gemacht: Am 23. November haben 20 Heimatfreunde um den Neueibauer  Johannes Kletschka im Faktorenhaus "Alte Mangel" in Ebersbach eine Gesellschaft zur Erhaltung und Förderung der Oberlausitzer Mundart gegründet. "Es gibt zahlreiche Einzelaktivitäten, die jedoch nur begrenzt bekannt sind", berichtet der Initiator.

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Die Gesellschaft soll deshalb für Mundartgruppen, -sprecher und -schreibende ein Anlaufpunkt sein, um Unterstützung, Austausch und Zusammenschluss zu finden. "Es gilt, wieder ins Bewusstsein zu rufen, dass auch die Mundart die Verbundenheit mit und das Bekenntnis zur Heimat stärkt", teilt der Initiator mit. Besonders wichtig sei es, dass Mundartsprecher in Kitas und Schulen mitwirken, um Kinder für die Sprache zu begeistern.

Nächstes Treffen im März 2020

Die Gesellschaft läuft unter dem Dach des Lusatia-Verbandes. Dieser versteht sich als das Netzwerk der Oberlausitzer Heimat-, Natur-, Geschichts- und Gebirgsvereine zur Förderung der Oberlausitzer Kultur und Identität. Er bietet bei Veranstaltungen, in Publikationen und im Internet eine Plattform zur gegenseitigen Information und zum Erfahrungs- und Meinungsaustausch. Mehr als 600 Verbandsmitglieder engagieren sich für die Oberlausitz und den Austausch mit ihren Nachbarregionen.

Die nächste Zusammenkunft der Gesellschaft ist im März 2020. "Alle Heimatfreunde, denen die Oberlausitzer Mundart am Herzen liegt, ob sie diese selbst sprechen oder nicht, sind herzlich willkommen und eingeladen", so Kletschka.

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