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Rentner stirbt bei Geisterfahrt in Pirna

Ein 75-jähriger Mann ist am Mittwochabend in Pirna bei einem Frontalzusammenstoß tödlich verunglückt.

Der 75-jährige Geisterfahrer starb bei dem Unfall auf der Sachsenbrücke in Pirna.
Der 75-jährige Geisterfahrer starb bei dem Unfall auf der Sachsenbrücke in Pirna. © Daniel Förster

Auf der Sachsenbrücke in Pirna ist am Mittwochabend ein Autofahrer auf die Gegenspur gefahren und bei einem Frontalzusammenstoß ums Leben gekommen. Trotz zunächst von Ersthelfern und später vom Rettungsdienst sofort eingeleiteter Wiederbelebungsversuche erlag der 75 Jahre alte Fahrer eines roten Suzuki mit Dresdner Kennzeichen nach dem Zusammenprall noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen. Ersten Angaben der Polizei sowie Zeugenaussagen zufolge, war der Senior auf dem Autobahnzubringer Pirna der A 17 in Richtung Radeberg unterwegs. Nach der Baustelle für den Abzweig der künftigen Südumfahrung war er jedoch auf der Gegenfahrbahn geblieben.

Mehrere Fahrzeuge auf der Gegenfahrspur konnten dem Geisterfahrer zunächst ausweichen. Kurz vor der Abfahrt Copitz und der beginnenden Staatsstraße 177 prallte der Suzuki Alto allerdings gegen 18.23 Uhr auf der linken Fahrspur frontal mit einem blauen Renault Megane mit Pirnaer Kennzeichen zusammen.

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Der Renault-Fahrer wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen.
Der Renault-Fahrer wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. © Daniel Förster

Der Renault-Fahrer (47) wurde hinter dem Lenkrad eingeklemmt und musste durch die Feuerwehr mit Schere und Spreizer aus dem verformten Fahrzeug-Wrack gerettet werden. Nach der Versorgung durch den Rettungsdienst und den Notarzt wurde der Mann mit dem Rettungshubschrauber, der mitten auf der Sachsenbrücke gelandet war, in eine Klinik geflogen.

Der mutmaßliche Falschfahrer war offenbar von Ersthelfern aus dem Auto geholt worden. Er war zu diesem Zeitpunkt bereits ohne Bewusstsein. Herbeigeeilte Rettungssanitäter leiteten unmittelbar Wiederbelebungsmaßnahmen ein. Der Mann verstarb jedoch später in einem Rettungswagen. Um den Verunglückten zu helfen waren mehrere Rettungswagen und Notärzte an die Unglücksstelle geeilt.

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Die Feuerwehr Pirna kam mit sieben Fahrzeugen und 32 Kameraden von der Hauptwache sowie von den beiden Abteilungen Altstadt und Copitz. Sie sicherten nach der Rettung des einen Fahrers die Unfallstelle ab. Die Sachsenbrücke wurde wegen dem Unfall voll gesperrt. Beamte der Verkehrspolizeiinspektion ermitteln zum Unfallhergang und zogen dabei einen Experten der Dekra hinzu. (df)

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