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Etliche Corona-Spenden für Dresdner Clubs

Am Sonntag endet eine vierwöchige Sammelaktion. Wie viel Geld dabei bereits zusammengekommen ist, überrascht selbst die Initiatoren.

Die Groovestation gehört zum Klubnetz. Sie hat wegen der "Schnodderseuche" geschlossen, erklärt sie auf diesem Schild.
Die Groovestation gehört zum Klubnetz. Sie hat wegen der "Schnodderseuche" geschlossen, erklärt sie auf diesem Schild. © SZ/Christoph Springer

Dresden. Es ist noch nicht genug und trotzdem ist Pierre Tannert begeistert. Wenn am Sonntag die Corona-Spendenaktion für die 13 Dresdner Clubs endet, die sich vor rund drei Monaten zum Klubnetz Dresden zusammengeschlossen haben, werden mehr als 52.600 Euro auf dem Konto eingegangen sein. "Das ist eine Zahl, mit der wir nicht gerechnet haben, die uns sehr beeindruckt", sagt Tannert.

Auch die Scheune ist einer von 13 Clubs im Klubnetz Dresden.
Auch die Scheune ist einer von 13 Clubs im Klubnetz Dresden. © Christoph Springer

Die Spendenaktion wird dann reichlich vier Wochen gelaufen sein. Am 18. März hat das Klubnetz sie gestartet, fast 1.400 Unterstützer haben bis zum Freitag Geld gespendet. 100.000 Euro standen als Spendenziel auf der Seite der Internetplattform Startnext, mittels derer das Geld gesammelt wurde. "Diese Zahl haben wir so in den Raum gestellt", sagt Tannert und gibt so zu verstehen, dass die Verantwortlichen keinesfalls mit einem sechsstelligen Betrag gerechnet haben. Auch an ein fünfstelliges Ergebnis mit einer Fünf davor hatten sie nicht gedacht.

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Nun geht es darum, das Geld zu verteilen. Es soll dann überwiesen werden, wenn eines der Klubnetz-Mitglieder, also einer der 13 beteiligten Clubs, Bedarf anmeldet. Welchen Betrag es dann gibt, haben die Clubverantwortlichen bereits besprochen, Tannert will Einzelheiten aber erst nach der Auszahlung des Geldes nennen.

Wie die anderen Clubs, die zum Klubnetz gehören, bekommt die Groovestation einen Teil der Spenden.
Wie die anderen Clubs, die zum Klubnetz gehören, bekommt die Groovestation einen Teil der Spenden. © SZ/Christoph Springer

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Als der Verein die Aktion gestartet hat, galt noch der 20. April als möglicher Termin für einen Neustart nach der Corona-Zwangspause. Das ist seit Mittwoch Geschichte, seit sich Bund und Länder auf eine Verlängerung der Auszeit bis wenigstens zum 3. Mai geeinigt haben. 

Pierre Tannert kündigt deshalb an: Das Spendensammeln hört nicht auf. Es dürfe auch nicht aufhören. Schließlich sei das, was in den Clubs ab Montag an Veranstaltungen möglich sein könnte, so klein, dass es keinesfalls hilft, die Kosten zu tragen. "Wir werden weitersammeln", sagt Tannert, "wir wissen nur noch nicht, wie."

Zu den 13 im Klubnetz-Verein zusammengeschlossenen Clubs gehören unter anderem das Alte Wettbüro und die Groovestation in der Neustadt, der Beatpol in Dresden-Briesnitz und der Jazzclub Tonne im Stadtzentrum.

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