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So machen unsere Promis Urlaub

Corona hat die Pläne vieler durcheinandergebracht. Doch Erholung suchen auch Prominente aus Görlitz und Niesky in den nächsten Wochen.

Sie verraten der SZ ihre Urlaubspläne: Octavian Ursu, Willi Xylander, Ulrich Dedeleit, Michael Kretschmer (oben v.l.), Nicci Schubert, Sven Hammer, Sonia Rönsch und Kümmel.
Sie verraten der SZ ihre Urlaubspläne: Octavian Ursu, Willi Xylander, Ulrich Dedeleit, Michael Kretschmer (oben v.l.), Nicci Schubert, Sven Hammer, Sonia Rönsch und Kümmel. © SZ/Archiv

Die Urlaubszeit hat für einige schon begonnen, andere warten noch auf den Ferienbeginn, um mit den Kindern zu verreisen. Die Corona-Pandemie sorgt dafür, dass nicht alle Urlaubspläne so wie geschmiedet in Erfüllung gehen können. Statt Südsee heißt es Ostsee. Somit wird Deutschland wieder zu einem beliebten Reiseland für viele. Das bestätigen einige der von der SZ befragten "bekannten Gesichter" zwischen Niesky und Görlitz. Was alle gemeinsam haben, ist die Tatsache, dass keiner auf seinen Urlaub verzichten möchte - und sei es bei kleinen Ausflügen in die Umgebung.

Der Görlitzer OB: Ab auf die nordfriesischen Inseln

Oberbürgermeister Octavian Ursu verbringt seinen Urlaub auf den nordfriesischen Inseln.
Oberbürgermeister Octavian Ursu verbringt seinen Urlaub auf den nordfriesischen Inseln. © André Schulze

Octavian Ursu hat Glück. Der Görlitzer Oberbürgermeister hatte bereits seinen Urlaub gebucht, als Corona ausbrach und viele über ihre Urlaubspläne neu nachdenken mussten. Auf die nordfriesischen Inseln geht es. Schon zwei-, dreimal erholte sich der 52-Jährige an der Nordsee. Er hat diesen Landstrich lieben gelernt. Nun musste er seine Vermieter nur anrufen, ob es auch bei seiner Buchung bleibt – und das tut es. Die Zeit will Ursu zur Erholung nutzen. Rad fahren, Bücher lesen, Joggen. Zu Laufen versucht er auch im Alltag ein-, zweimal die Woche. Doch häufig reicht die Zeit nicht dafür aus. So ist das größte Geschenk der Ferien - einfach mal Zeit zu haben.

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Die Oberin: Mit dem Fahrrad an die Ostsee

Oberin Schwester Sonja Rönsch will es mit dem Fahrrad bis an die Ostsee schaffen.
Oberin Schwester Sonja Rönsch will es mit dem Fahrrad bis an die Ostsee schaffen. © André Schulze

Deutschland hat so viel zu bieten, deshalb bleibe ich im Land! Das sagt Oberin Sonja Rönsch von der Diakonissenanstalt Emmaus in Niesky. Wenn sie Urlaub macht, dann kommt nur Deutschland in Frage. "Das hat den Vorteil, dass ich als Oberin erreichbar bleibe und schneller reagieren kann als vom Ausland aus", sagt die Nieskyerin. Gerade in den Zeiten von Corona in denen  es das Altenpflegeheim so hart getroffen hat. Zudem ist für sie Bewegung an frischer Luft der beste Schutz gegen das Virus Covid-19. Als Ziel hat sie sich die Insel Rügen gesetzt. Aber nicht mit dem Auto, sondern mit dem Fahrrad ist die Oberin zusammen mit Freunden unterwegs. Geplant hat sie diese Tour schon seit Oktober vergangenen Jahres - und seitdem freut sich Frau Rönsch darauf. 

Der Museumschef: Töchter haben Prüfungen

Die noch offenen Prüfungstermine seiner Töchter bremsen Willi Xylander, Direktor des Senckenberg Museums für Naturkunde in Görlitz, dieses jahr in seinen Urlaubsplänen aus.
Die noch offenen Prüfungstermine seiner Töchter bremsen Willi Xylander, Direktor des Senckenberg Museums für Naturkunde in Görlitz, dieses jahr in seinen Urlaubsplänen aus. © Nikolai Schmidt

Umplanen muss Willi Xylander und seine Familie. Der Direktor des Senckenberg-Museums in Görlitz wollte in den Sommerferien in die Heimat seiner Ehefrau, in die Eifel reisen. Daraus wird jetzt aber erst einmal nichts. Seine beiden Töchter stehen an den Unis vor ihren Prüfungen. Und wann sie stattfinden werden, das ist noch nicht raus. Corona hat den Uni-Alltag durcheinander gewirbelt, und die Studenten müssen auf ihre Prüfungstermine warten. Also bleibt es nur dem Sohn vorbehalten, mit seinen Eltern auf Tour zu gehen. Und diese wird für einige Tage entlang der Neiße führen mit dem Fahrrad, sagt der 64-Jährige. Seit 15 Jahren macht er mit seiner Familie Aktivurlaub und ist viel an der frischen Luft. Vergangenes Jahr in Costa Rica, das Jahr zuvor in Frankreich, und auch Mexico haben sie schon bereist.

Der Unternehmer: Statt Amerika Hiddensee

Ulrich Dedeleit ist Geschäftsführer von Lausitz Elaste in Rothenburg und fährt mit seiner Frau auf die Insel Hiddensee.
Ulrich Dedeleit ist Geschäftsführer von Lausitz Elaste in Rothenburg und fährt mit seiner Frau auf die Insel Hiddensee. © André Schulze

Ulrich Dedeleit zieht es im Sommer in die Ferne. Der Geschäftsführer von Lausitz-Elaste mit Sitz auf dem Rothenburger Flugplatz ist ein Fan des amerikanischen Kontinents. "Aber jetzt dorthin zu reisen, das wäre töricht", sagt der 67-Jährige. Die USA stehen an der Spitze der Länder mit Covid-19. Vergangenes Jahr besuchte er mit seiner Frau den Bundesstaat Florida. Beide schwärmen noch heute von den Erlebnissen. Sie freuen sich aber auch auf den kommenden Urlaub. Der führt sie auf die Insel Hiddensee an der Ostsee. Dem Meer bleiben sie also verbunden. Wobei für sie die Ostsee stets ein beliebtes Urlaubsziel ist. "Deutschland für sich zu entdecken, ist immer wieder schön", sagt der Firmenchef. 

Die Sängerin: Freie Zeit zu Hause genießen

Für Sängerin Nicci Schubert aus Kodersdorf bedeutet Urlaub auch mal zu Hause zu bleiben.
Für Sängerin Nicci Schubert aus Kodersdorf bedeutet Urlaub auch mal zu Hause zu bleiben. © privat

Urlaubspläne hat Nicci Schubert nicht. Die Schlagersängerin entscheidet sich spontan, wohin es gehen soll. Dieses Jahr bleibt sie erst einmal zu Hause in Kodersdorf. Dort will sie ihre freie Zeit genießen, denn Auftritte sind weiterhin rar für die junge Sängerin. Vor einem Jahr sah das ganz anders aus. Zahlreiche Volksfeste und andere Veranstaltungen hatten einen festen Platz in ihrem Terminkalender. Nicci Schubert reist gern mit ihrer Familie nach Österreich in die Berge, aber dieses Jahr nicht, sagt die 34-Jährige. Wenn, dann geht es für ein paar Tage an die Ostsee. Sie braucht das Wasser um sich, deshalb ist sie gern an den Teichen in ihrer Heimatgemeinde und am Berzdorfer See unterwegs.    

Der Ministerpräsident: Das Haus wird gestrichen

Ministerpräsident Michael Kretschmer will in seinem Urlaub mit der Familie wandern und sein Umgebindehaus neu streichen.
Ministerpräsident Michael Kretschmer will in seinem Urlaub mit der Familie wandern und sein Umgebindehaus neu streichen. © Daniel Förster

Michael Kretschmer will seinen Urlaub auf Schusters Rappen verbringen. Der sächsische Ministerpräsident zieht es vor, in seiner Heimat im Zittauer Gebirge zu bleiben. Ausflüge werden ihn und seine Familie unter anderem ins Riesengebirge führen. "In diesen Zeiten sollte man Deutschland für sich wieder entdecken und das Geld in den hiesigen Hotels, Pensionen und Gaststätten lassen", sagt der Christdemokrat. Im vergangenen Jahr ging es mit dem Auto durch Spanien und Portugal. Eine Tour, die dieses Jahr sehr riskant wäre aufgrund der hohen Corona-Infektionen auf der iberischen Halbinsel. Außerdem will der Familienvater weiter an seinem Umgebindehaus in Waltersdorf schaffen. Der neue Anstrich muss ans Haus.

Der Tierparkleiter: Winter ist seine Reisezeit

Tierparkleiter Sven Hammer bleibt dem Sommer über bei Känguru Frodo und seinen Artgenossen. Urlaub wird erst im Winter gemacht.
Tierparkleiter Sven Hammer bleibt dem Sommer über bei Känguru Frodo und seinen Artgenossen. Urlaub wird erst im Winter gemacht. © Nikolai Schmidt

Sven Hammer leitet den Naturschutz-Tierpark in Görlitz. Bedingt durch die Tierpark-Saison nimmt er mit seiner Familie den Urlaub immer in den Wintermonaten Februar und November. Der erste Urlaub dieses Jahr war vor Corona. Ein richtiger Urlaub sei das aber nicht gewesen, denn die Zeit wurde auf der eigenen Baustelle zu Hause in Särichen verbracht. Hammer sagt, dass Corona bislang keinen Einfluss auf die aktuelle Reiseplanung für ihn genommen hat. Aber wohin es im November gehen wird, darüber ist noch nicht entschieden. Den Tierparkchef zieht es gern in ferne Länder.  Beispielsweise Tasmanien und Gambia hat er schon kennengelernt. Aber auch berufsbedingt ist Hammer oft auf dem Erdball unterwegs. 

Der Cartoonist: Die Ostsee ruft

Cartoonist Kümmel fährt mit seiner Familie auf die Insel Usedom zum Ausspannen.
Cartoonist Kümmel fährt mit seiner Familie auf die Insel Usedom zum Ausspannen. © André Schulze

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Eine Woche Ostseeurlaub, das gönnen wir uns! Das sagt der Cartoonist Kümmel. Mit Frau und dem sechsjährigen Sohn will der Nieskyer auf die Insel Usedom fahren. Geplant ist die Reise schon länger und zwar unabhängig von Corona. Aber beim Buchen musste Kümmel feststellen, dass die Auswahl an Quartieren für diesen Sommer nicht mehr groß ist. In einem Ferienpark haben sie noch ein Quartier für sich gefunden. "Hier waren wir schon und wissen daher, was uns erwartet", sagt der Zeichenkünstler. Dass man mit Maske unterwegs ist und in Gaststätten vielleicht vorbestellen muss, sieht Kümmel als das kleinere Übel an. "Wichtig ist, mal herauszukommen, abzuschalten und eine andere Gegend kennenzulernen", betont der Nieskyer.    

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