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Corona: Stadträte geben Geld fürs Klinikum

Für 100.000 Euro können nun vier Langzeit-Beatmungsgeräte zusätzlich angeschafft werden.

Von Ingo Kramer
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Das Städtische Klinikum erhält 100.000 Euro für vier Langzeit-Beatmungsgeräte.
Das Städtische Klinikum erhält 100.000 Euro für vier Langzeit-Beatmungsgeräte. © Nikolai Schmidt

Mit einem einstimmigen Beschluss hat der Stadtrat am Donnerstag den Weg frei gemacht für einen Zuschuss der Stadt an das Städtische Klinikum in Höhe von 100.000 Euro. Zur Absicherung der Versorgung während der Corona-Pandemie sei es sofort erforderlich, vier weitere Langzeit-Beatmungsgeräte anzuschaffen, um mehr Patienten intensivmedizinisch betreuen zu können, erklärte OB Octavian Ursu im Stadtrat. Die Summe sei mit Klinikumschefin Ulrike Holtzsch abgestimmt.

Die Stadt nimmt das Geld aus den Mitteln für den geplanten Neubau der Feuerwehr Innenstadt an der Cottbuser Straße. Dort rechnet die Stadt dieses Jahr noch mit Fördermitteln, sodass die 100.000 Euro Eigenmittel erst 2021 benötigt werden.

AfD scheitert mit Änderungsantrag

Die AfD-Fraktion brachte zu dem Thema noch einen Änderungsantrag ein. Sie wollte 200.000 Euro an das Klinikum überweisen – „für die Anschaffung von Infrastruktur und die Bereitstellung weiterer Behandlungsplätze“. Allerdings konnte Sebastian Wippel (AfD) nicht erklären, woher die zusätzlichen 100.000 Euro kommen sollen. Er schlug vor, eventuell Kredite aufzunehmen. Ursu hingegen erklärte, mit der Klinikumschefin im ständigen Austausch zu sein: „Sie sagt, das Klinikum hat auch anderswo noch Geld beantragt. Momentan reichen ihr 100.000 Euro von der Stadt.“ Die anderen Räte folgten Ursu und lehnten den Änderungsantrag der AfD ab. (SZ/ik)

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