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Millionen-Schutzschirm auch für den Kreis Meißen

Die Anzahl der Corona-Fälle stagniert weiter bei 232. Doch strenge Hygiene und Abstandhalten sind weiter wichtig, so das Gesundheitsamt Meißen.

Finanzminister Hartmut Vorjohann hatte den Gesetzesentwurf zur Unterstützung der Kommunen in der Corona-Krise vorgelegt, der nun vom Kabinett beschlossen wurde.
Finanzminister Hartmut Vorjohann hatte den Gesetzesentwurf zur Unterstützung der Kommunen in der Corona-Krise vorgelegt, der nun vom Kabinett beschlossen wurde. © Jürgen Lösel

Meißen.  Im Landkreis Meißen hat sich die Zahl der positiven Corona-Tests – es sind insgesamt 232 - seit Tagen nicht erhöht. Davon konnten 208 ehemals Infizierte die angeordnete Quarantäne beenden. Unabhängig vom Status der Quarantäne werden derzeit sechs Patienten stationär behandelt, einer davon auf der Intensivstation. Das teilte das Landratsamt am Donnerstag mit. 

19 Menschen sind an bzw. mit Corona verstorben. 35 Kontaktpersonen befinden sich aktuell in häuslicher Quarantäne. Nach Information des sächsischen Sozialministeriums steigt die Zahl der Covid-19-Infektionen auf einem stabil niedrigen Niveau weiter an, doch das Infektionsgeschehen entwickle sich insgesamt sehr positiv. Damit werden weitere Lockerungen erwartet. Dr. Nicole Rodewald vom Gesundheitsamt Meißen erklärt, dass „die Rituale strenger Hygiene und das Abstandhalten unabhängig von den aktuellen Corona-Daten wichtig für jeden Menschen sind, der sich vor einer Infektion schützen möchte und natürlich auch aus Rücksichtnahme gegenüber den Mitmenschen.“

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Seit vielen Tagen kein Anstieg mehr.
Seit vielen Tagen kein Anstieg mehr. © Gesundheitsamt Meißen
Schön flache Kurven.
Schön flache Kurven. © Gesundheitsamt Meißen
Radebeul weiter vorn.
Radebeul weiter vorn. © Gesundheitsamt Meißen
Die mittlere Altersgruppe ist am meisten betroffen.
Die mittlere Altersgruppe ist am meisten betroffen. © Gesundheitsamt Meißen

Parallel zum Infektionsschutz ist das Krisenmanagement mit Blick auf die Folgen der Epidemie ein ganz wichtiges Thema für die Politik. Das sächsische Kabinett hat aktuell den von Finanzminister Hartmut Vorjohann vorgelegten Entwurf für das "Gesetz zur Unterstützung der Kommunen des Freistaates Sachsen zur Bewältigung der Covid-19-Pandemie" beschlossen. Der Gesetzesentwurf soll zügig in den Landtag eingebracht und noch vor der Sommerpause verabschiedet werden. Auf einen 750-Millionen-Euro-Schutzschirm für die sächsischen Kommunen zur Bewältigung der Corona-Krise hatten sich der Finanzminister und die kommunalen Spitzenverbände Anfang Mai verständigt. 

Landrat Arndt Steinbach sagte, dass „die Städte, Gemeinden und Landkreise diese Hilfe dringend brauchen, vor allem um die zu erwartenden Einbrüche bei den Steuereinnahmen - insbesondere bei der Gewerbesteuer - sowie den zusätzlichen Kosten durch die Corona-Pandemie bewältigen zu können.“ Durch den Schutzschirm sollen kommunale Investitionen, etwa zur Unterstützung der regionalen Wirtschaft, weiter möglich sein. In den finanziellen Hilfen ist zudem ein Ausgleich für nicht erhobene Elternbeiträge für die Kindertagesbetreuung in Höhe von rund 60 Millionen Euro enthalten. Die Städte und Gemeinden wiederum lösen ihre Vorsorgerücklage in Höhe von rund 95 Millionen Euro auf. (SZ/um)

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