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Jungkarpfen im Zwingerteich ausgesetzt

Unterm Kronentor in Dresden werden die Fische in der warmen Jahreszeit kräftig wachsen. Die natürliche Nahrung reicht dabei allerdings nicht aus.

Im November 2019 hatten Mitarbeiter des AVD-Angelservice die Silvesterkarpfen aus dem Zwingerteich geholt. Kürzlich haben sie dort wieder neue Fische ausgesetzt.
Im November 2019 hatten Mitarbeiter des AVD-Angelservice die Silvesterkarpfen aus dem Zwingerteich geholt. Kürzlich haben sie dort wieder neue Fische ausgesetzt. © SZ/Peter Hilbert

Dresden. Derzeit bietet sich auch im Dresdner Zwinger das Bild wie an vielen anderen Sehenswürdigkeiten oder zentralen Plätzen in der Stadt: Nur wenige Besucher sind zu sehen. Allerdings ist es im Zwingerteich wieder lebendiger geworden, wenn auch unter der Oberfläche. Denn die Fischer vom AVD Angel-Service haben dort kürzlich wieder Jungkarpfen ausgesetzt. 

Insgesamt sind es 300 Stück gewesen, die jeweils rund 500 Gramm wiegen und etwa 30 Zentimeter lang sind, erklärt AVD-Geschäftsführer Toni Sachse. Die meisten sind Spiegelkarpfen. Sie stammen aus einem Speicherbecken aus Leutewitz bei Lommatzsch. Mit einem Transporter wurden die Karpfen in einem Kübel zum Zwingerteich transportiert und dort mit Tragekübeln binnen kurzer Zeit ausgesetzt.

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Der AVD-Angelservice bewirtschaftet 30 Teiche zwischen Meißen und Zittau, darunter seit vielen Jahren auch den Zwingerteich. Zwar finden die Karpfen dort Wasserflöhe, Würmer und andere Wassertiere als natürliche Nahrung. Dennoch müssen sie von den AVD-Fischwirten zusätzlich gefüttert werden. Wöchentlich schütten sie etwa vier Zentner Weizen an eine Stelle am Teichrand. Das hängt auch von den Temperaturen ab. Denn je höher sie sind, umso besser arbeitet der Stoffwechsel der Karpfen. Was sie hungriger macht. Und so werden die Zwingerteich-Karpfen in der warmen Jahreszeit kräftig wachsen.

„Dieses Jahr werden wir sie Ende September abfischen“, kündigt Geschäftsführer Sachse an. Dann werden sie durchschnittlich zwei Kilo wiegen. Voriges Jahr hatten die Fischer erst Anfang November ihre Netze zum Abfischen am Zwingerteich ausgeworfen. Gefangen wurden über 200 Spiegel- und Schuppenkarpfen, die rund zwölf Zentner auf die Waage brachten. Große Prachtexemplare waren einen halben Meter lang und wogen drei Kilo. 

Mit Transportern hatten die Fischer die Karpfen nach Zschorna nördlich von Radeburg gebracht. Dort schwammen sie im frischen Wasser der Hälteranlage. Da spülten sie ihre Kiemen richtig frei und verloren den Schlammgeschmack. Schließlich hat der Zwingerteich keinen Abfluss, weshalb er schlammig ist. Vor Weihnachten und Silvester haben die AVD-Fischer die Zwingerkarpfen verkauft – ohne Schlammgeschmack.

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Das Unternehmen ist von der derzeitigen Coronakrise noch nicht zu stark betroffen. „Bei uns halten sich die Einschränkungen in Grenzen“, sagt AVD-Chef Sachse. Alle sechs Mitarbeiter sind noch im Einsatz.

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