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Toter Italiener: Obduktionsergebnis liegt vor

Der Mann ist gestorben, nachdem ihn die Polizei in Dresden festgenommen hatte. Jetzt hat sich der erste Verdacht bestätigt.

Die Staatsanwaltschaft hat das vorläufige Obduktionsergebnis bekanntgegeben.
Die Staatsanwaltschaft hat das vorläufige Obduktionsergebnis bekanntgegeben. ©  Symbolfoto: Rene Meinig

Dresden. Entlastung für die Polizei: Die Beamten, die in der Nacht zum Sonntag einen 37-jährigen Italiener festgenommen haben, der kurz danach im Krankenhaus verstorben ist, haben keine Schuld am Tod des Mannes. Das hat die Obduktion des Toten ergeben. Sie wurde am Wochenende von der Staatsanwaltschaft angeordnet, um die Todesursache zweifelsfrei zu klären.

Das vorläufige Obduktionsergebnis: Der Mann ist nicht erstickt, er ist auch nicht infolge von Verletzungen gestorben, die ihm bei der Festnahme zugefügt worden sein könnten. Es hätten sich "keinerlei Hinweise auf Vorliegen von Fremdverschulden am Tod des 37-Jährigen ergeben", teilte Jürgen Schmidt mit, der Sprecher der Staatsanwaltschaft Dresden. 

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Die Rechtsmediziner haben bei der Untersuchung bestätigt gefunden, wovon schon am Sonntag die Rede war. Da hieß es bereits, Todesursache sei ein Herzinfarkt gewesen. Daran sei der Mann verstorben, hätten die ersten Ergebnisse der Obduktion gezeigt. Offen ist aber weiter, ob Alkohol oder Drogen zur Auslösung des Herzinfarkts beigetragen haben. Das sogenannte "Sektionsgutachten", bei dem untersucht wird, ob der Mann unter dem Einfluss von Giftstoffen, Alkohol und Drogen stand und welche Mengen er womöglich zu sich genommen hatte, liegt noch nicht vor.

Diese jetzt bekannten Untersuchungsergebnisse sind aber ausreichend, um festzulegen, dass kein Ermittlungsverfahren gegen die Polizeibeamten eingeleitet werden muss, die den Mann in der Nacht zum Sonntag in den zentralen Polizeigewahrsam an der Schießgasse gebracht hatten. Es werde "ausschließlich im Rahmen des Todesermittlungsverfahrens" weitere Untersuchungen geben, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

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Die Beamten hatten den 37-jährigen Italiener, der in Dresden lebte, festgenommen, weil er im Citybeach auffällig geworden war. Dort soll er mit Flaschen und Getränkekisten um sich geworfen haben. (SZ/csp)

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