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Neue Schilder setzen Staus ein Ende

Mehrfach staute sich an der Stadtbrücke in Zgorzelec der Verkehr. Ein Pfeil sorgt für Entspannung. Aber nicht jeder beachtet ihn.

Unmittelbar hinter der Stadtbrücke in Zgorzelec hat der Gegenverkehr Vorfahrt, dann geht es nach rechts, so der Plan. Aber nicht jeder hält sich dran.
Unmittelbar hinter der Stadtbrücke in Zgorzelec hat der Gegenverkehr Vorfahrt, dann geht es nach rechts, so der Plan. Aber nicht jeder hält sich dran. © Susanne Sodan

Die Unsicherheit ist noch merklich. Wer von Görlitz nach Zgorzelec fährt, muss kurz hinter der Stadtbrücke nach rechts abbiegen. Das besagt an der Kreuzung hinter der Tankstelle zumindest ein blaues Schild mit weißem Pfeil, der auf die Ulica Wolnosci verweist. „Man darf eigentlich nur von der Stadtbrücke aus in Richtung Ruhmeshalle abbiegen und dem innerstädtischen Ringverkehr folgen“, erklärt die Görlitzer Stadtsprecherin Sylvia Otto. Trotzdem bleiben viele erst mal stehen. Weil man den Gegenverkehr, der von der Pilsudskiego kommt und in die Wolnosci abbiegen will, vorbeilassen muss. Einige scheinen sich erst mal kurz orientieren zu müssen, bevor sie den Blinker setzen. Und mancher scheint zu überlegen, ob er denn wirklich nach rechts auf die weitläufige Umleitung abbiegen muss – oder ob er nicht einfach weiter geradeaus fährt, um ins Zgorzelecer Stadtzentrum zu gelangen. Kurzer Tritt auf die Bremse, und ein schwarzer Volvo entscheidet sich lieber für die Strecke geradeaus. Ein matschfarbener VW folgt, ein weißer Dacia macht es nach.

Auch wenn die neue Beschilderung nicht ganz eindeutig wirkt und sich nicht jeder an das Rechtsfahrgebot hält – die neue Regelung funktioniert besser als die erste, die mehrmals für lange Staus über die Grenze hinweg bis auf die Kahlbaum-Allee in Görlitz gesorgt hat. In Zgorzelec wird seit Mitte April ein neuer Kreisverkehr gebaut. Er entsteht dort, wo bisher fünf Straßen – die Bohaterów Getta, Warszawska, Staszica, Daszynskiego und Stefana Okrzei – aufeinandergetroffen sind. Diese Kreuzung ist für die Bauzeit, voraussichtlich bis November, gesperrt und es gibt eine neue Verkehrsführung. Diese Umleitung selbst, südlich um die Kreisel-Baustelle herum, ist bis jetzt die gleiche wie im April. Aber die Beschilderung an der Kreuzung zwischen Pilsudskiego und Wolnosci ist jetzt eine andere. Das ist die Stelle, wo die Umleitung für diejenigen, die von der Stadtbrücke kommen, beginnt. Und es ist die Stelle, an der es mit der bisherigen Regelung immer wieder gehakt hat – ab und an mit Rückstaus, bei denen sich mancher gar an einstige Grenzstaus erinnert fühlte.

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So ist die Umleitung durch Zgorzelec derzeit ausgeschildert.
So ist die Umleitung durch Zgorzelec derzeit ausgeschildert. ©  SZ-Grafik

Es war eine Bitte der Stadt Görlitz an die Zgorzelecer Verwaltung, an dieser Stelle die Verkehrsregelung noch mal zu ändern, bestätigt Peter Frenes vom Görlitzer Straßenverkehrsamt. Der weiße Richtungspfeil auf blauem Grund ist ein Gebot, erklärt er. „Gedacht ist das gut.“ Viele halten sich auch dran, „viele machen es aber nicht.“ Dennoch habe sich die Situation mit der neuen Beschilderung ganz deutlich entspannt, „diese starken Rückstaus hatten wir jetzt nicht mehr“. Noch besser würde es an der Stelle aber funktionieren, wenn sich alle an die vorgeschriebene Fahrtrichtung nach rechts auf die Umleitungsstrecke halten, ist sich Peter Frenes sicher.

In den Staus in den vergangenen Monaten steckten manchmal auch Busse der Görlitzer Verkehrsbetriebe (GVB) fest, vor allem die Linie D, die unter anderem zur Hochschule fährt. In den Fahrtprotokollen der vergangenen zwei Wochen, die Lutz Weiser von den GVB vor sich hat, sind keine Verzögerungen oder sonstige Störungen mehr vermerkt. Auch er bestätigt: Mit der neuen Regelung läuft’s viel besser. Bei einer privaten Fahrt mit seinem Auto stand er kürzlich zwar auf der Stadtbrücke, „aber das ging dann schnell voran“, erzählt er.

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