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Görlitz

Schlaurother Metallbaufirma zieht um

Metallbau Adam braucht mehr Platz. Die Suche nach einem geeigneten Grundstück erwies sich als schwierig. Aber nicht unlösbar.

Torsten Adam ist der Chef von Metallbau Adam. Die neue Produktionshalle im Gewerbegebiet „Görlitz-Markersdorf am Hoterberg“ wächst. Im Sommer soll der Umzug stattfinden.
Torsten Adam ist der Chef von Metallbau Adam. Die neue Produktionshalle im Gewerbegebiet „Görlitz-Markersdorf am Hoterberg“ wächst. Im Sommer soll der Umzug stattfinden. © Constanze Junghanß

Der Rohbau westlich von Görlitz an der Bundesstraße 6 wächst sichtbar. Richtfest wurde vor wenigen Tagen gefeiert. Die Bauarbeiter kommen voran und Torsten Adam freut sich: Der Chef der Firma Metallbau Adam steht in den Startlöchern für den geplanten Umzug. Neuer Standort der Firma wird das Gewerbegebiet „Görlitz-Markersdorf am Hoterberg“ sein.

Wenn alles klappt wie geplant, soll das Unternehmen nach den Sommerferien in diesem Jahr dort loslegen. Aktuell produzieren Torsten Adam und sein Team noch in Schlauroth. „Unsere Firma hat sich vergrößert, und wir waren schon länger auf Suche nach einem neuen Standort“, sagt er. Auch die Firma, bei der sein Betrieb eingemietet ist, habe sich vergrößert und brauche mehr Platz. Mit seinen bisherigen Vermietern bestünde ein sehr gutes Verhältnis, betont Torsten Adam.

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Schon lange sei ein Umzug im Gespräch gewesen. Das richtige Grundstück zu finden, erwies sich aber als gar nicht so einfach. „Mit der Stadt Görlitz und der Wirtschaftsförderung war ich in Kontakt“, erzählt der 44-Jährige. So sei ihm beispielsweise der Umzug ins Gewerbegebiet Hagenwerder angeboten worden. „Da gibt es aber schon ein Konkurrenzunternehmen“, sagt der Firmenchef. Insofern passte das nicht wirklich. Und im Görlitzer Stadtgebiet Leerstand zu nutzen, käme wegen des Emissionsschutzes nicht infrage. Auch ein Gelände in Schlauroth hat sich Torsten Adam angeschaut. Dort wäre er zwar gerne hingezogen, allerdings hätte es für sein Unternehmen keine behördlichen Genehmigungen gegeben.

Was Passendes zu finden, gestaltete sich für den Görlitzer also als gar nicht so leicht. Wobei sich das Gewerbegebiet Am Hoterberg letztendlich als ideal herausgestellt habe. Eine 1 000 Quadratmeter große Produktionshalle mit Büro entsteht jetzt. Zum Vergleich: „Aktuell haben wir rund 300 Quadratmeter Platz“, sagt der Unternehmer. Nicht nur flächenmäßig wächst seine Firma. Im Laufe der Jahre hat sich auch die Mitarbeiterzahl vergrößert. Waren es anfangs noch fünf Metallbauer, ist die Firma um das dreifache Personal gewachsen.

Mehrere Mitarbeiter gesucht

Und der Unternehmer sucht weiter: Metallbauer mit Erfahrung und Unterstützung im Büro für die Kalkulation sowie einen Technischen Zeichner. Die Suche nach gut ausgebildeten Mitarbeitern gestalte sich zunehmend schwieriger. „Der Fachkräftemangel ist auch bei uns angekommen“, sagt Torsten Adam. Bisher bildete sein Unternehmen noch keine Lehrlinge aus. Das soll sich später am neuen Standort ändern. Den Meisterbrief hat der Holtendorfer Jugend-Fußballtrainer in der Tasche. Den machte er damals, als die Frage im Raum stand, wer den Metallbaubetrieb, der seit 26 Jahren existiert, übernehmen soll. Vor 20 Jahren war Torsten Adam noch selbst im Unternehmen fest angestellt. Sein damaliger Chef suchte altersbedingt einen Nachfolger und fragte seinen Mitarbeiter Torsten, ob dieser sich das vorstellen könnte. Nach langer Überlegung, so erinnert sich Herr Adam, sagte er zu. „Aber erst, nachdem ich meinen Meister in der Tasche hatte“, erzählt er.

Bei Null sei er dann gestartet. Mittlerweile tragen zahlreiche Gebäude die Handschrift der Schlaurother. Für das Dresdner Albertinum beispielsweise fertigte der Betrieb Bilderschienen für die weltberühmte Gemäldesammlung und machte da den Deckenstahlbau. Beim Bau vom Schulcamp am Straßburger Platz waren die Schlaurother ebenso dabei wie aktuell beim Neubau eines Hotels in der Dresdner Neustadt. Zahlreiche Balkone in und um Görlitz sind vom Metallbauteam gefertigt worden, aber auch Treppen, Geländer, Zäune und mehr. Großvermieter sind ebenso Auftraggeber wie Kommunen, die Industrie und immer wieder Privatleute. Derzeit arbeiten Mitarbeiter an einem ganz außergewöhnlichem Projekt in der Landeshauptstadt: „Auf ein 42 Meter hohes Gebäude bauen wir ein Penthouse in Stahlbauweise oben drauf“, sagt Torsten Adam. In der neuen Halle wird dann noch mehr Platz für die Produktion und im Gewerbegebiet eine weitere Lücke geschlossen sein. Laut einem Internetportal zu sechs Gewerbegebieten rund um Görlitz sind bisher 14 Unternehmen im Gewerbegebiet „Am Hoterberg“ ansässig.

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