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Wirtschaft

So sieht das neue E-Auto von VW aus

VW wagt mit dem ID.3 den Aufbruch in die Ära der Akku-Autos. Am Montag wurde der Wagen erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. 

© Volkswagen

Frankfurt. Fast vier Jahre haben die Beschäftigten von Volkswagen auf diesen Tag hingearbeitet. Um 20.30 Uhr war es endlich soweit. Erstmals unverhüllt rollte ein ID.3 auf die Bühne. Die Zeiten spektakulärer Shows in eigens angemieteten Hallen ist vorbei. 

Die Weltpremiere des ID.3 fand am Messestand von VW auf der IAA statt - in einer sympathischen Show und vorgestellt wurde das Auto von einer Frau, von Silke Bagschik, Vertriebs- und Marketingleiterin der ID-Familie.

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© dpa

Das Elektroauto wird in Zwickau produziert werden. Der sächsische Standort mit 8.000 Beschäftigten wird derzeit unter laufendem Betrieb für rund 1,2 Milliarden Euro zum reinen E-Werk umgebaut. Davon sind Investitionen in Höhe von 800 Millionen Euro schon umgesetzt. Denn die ersten 400 Vorserienfahrzeuge des ID.3 wurden schon gefertigt und sind derzeit auf Teststrecken in Europa unterwegs. Die Mitarbeiter verfolgten die Weltpremiere zu Hause oder am Arbeitsplatz per Livestream.

© dpa

Der ID.3 ist für den Volkswagen-Konzern extrem wichtig. Mit ihm startet weltweit die größte Elektro-Offensive in der Autoindustrie. Allein in den kommenden Jahren sind Produktionsanläufe von 33 E-Modelle über alle Marken des Konzerns hinweg geplant, sieben davon in Zwickau. 

Der ID.3 markiert also den Beginn einer neuen Ära. Er soll nach Käfer und Golf das dritte Volksauto werden. Denn VW will bis zum Jahr 2025 Weltmarktführer für Elektromobilität werden. Jedes vierte verkaufte Auto soll dann Strom laden statt Benzin tanken. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, bedarf es neuartiger E-Fahrzeuge mit mehr Reichweite zu günstigeren Preisen als derzeit verfügbare Elektroautos bieten.

Der ID.3 wird in der Basisversion mit einer Reichweite von 330 Kilometern unter 30.000 Euro kosten. Das Modell wird noch mit zwei größeren Batterien angeboten, die für 420 und 550 Kilometer reichen sollen.

© dpa

Silke Bagschik, Vertriebsleiterin der ID.-Familie, bezeichnet das Auto als „alltagstauglichen Allrounder“ – kompakt, aber wendig wie ein Kleinwagen und mit dem Innenraum eines Mittelklassewagens Damit setze VW neue Standards für die Kompaktklasse, hieß es. Das Fahrzeug ist voll vernetzt und nach eigenen Angaben bei der Übergabe an die Kunden bilanziell C02-neutral produziert.

Das Auto für den Systemwechsel sei da, betonte VW-Vorstandschef Herbert Diess. Damit der Durchbruch der Elektromobilität gelingen kann, müssten jedoch Industrie, Politik und Gesellschaft gemeinsam handeln. Diess forderte den Aufbau der Ladeinfrastruktur zu vereinfachen, einen neuen Förderansatz für Gebrauchtwagen, damit sich auch Geringverdiener ein E-Auto leisten können und die Kfz- sowie C02-Besteuerung zu überdenken. Die Kfz-Steuer wird heute nach Hubraum und Abgasemissionen bemessen. „Elektrisches Fahren muss sich für den Bürger lohnen, sonst wird er sich nicht für saubere Mobilität entscheiden“, ist sich Diess sicher.

© dpa

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Die Auslieferung der ersten Fahrzeuge ist für den Sommer nächsten Jahres geplant. Dabei werden zuerst die Kunden zum Zuge kommen, die einen ID.3 im Rahmen des Pre-Bookings vorbestellt haben gegen eine Anzahlung von 1000 Euro. Diese erste Startserie mit 30.000 Fahrzeugen ist ausverkauft. 

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