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Stiller Tanz durch Görlitz

Am 3. September starten die Görlitzer TanzTage. Das neue Festival lädt nicht nur zum Zuschauen, sondern auch zum Mitmachen ein. Das geht trotz Corona.

Die Tänzerin und Choreografin Rosalind Masson organisiert zusammen mit Florence Freitag die TanzTage Görlitz.
Die Tänzerin und Choreografin Rosalind Masson organisiert zusammen mit Florence Freitag die TanzTage Görlitz. © André Schulze

Vor dem Theater, das man zurzeit wohl am meisten mit zeitgenössischem Tanz in Görlitz verbindet, werden sich am übernächsten Freitag viele Menschen versammeln. Mit Kopfhörern in den Ohren und der gleichen Musik in den Köpfen werden sie sich langsam Richtung Altstadt bewegen: über Obermarkt, Untermarkt und Neißstraße bis zur Altstadtbrücke, an Peterskirche und Nikolaiturm vorbei, dann die Lunitz entlang bis zum Oktogon. 

"Dance Walk" aus Dresden bekannt

Alle werden tanzen, doch es wird ein stiller Tanz auf Abstand sein, eine Kunstaktion, angeleitet von zwei Tänzern, die so etwas schon mehrmals gemacht haben. Der "Dance Walk" ist Teil der deutsch-polnisch-tschechischen TanzTage Görlitz, die in diesem Jahr vom 3. bis zum 5. September erstmals stattfinden und ein Kooperationsprojekt der "Zukunftsvisionen" sind. 

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"In Dresden hatten solche 'Dance Walks' großen Erfolg", sagt die gebürtige Glasgowerin Rosalind Masson, die in Görlitz lebt und zusammen mit Florence König aus Berlin die Görlitzer TanzTage organisiert. "Wir denken, es wird schön sein, die Stadt auf diese Weise erfahren und mit Kunst beleben zu können." 

Tänzerinnen wollen Szene für modernen Tanz etablieren

Die beiden jungen Frauen sind Tänzerinnen, arbeiten freischaffend in verschiedenen Zusammenhängen und haben 2018 den TanzRaumGörlitz begründet. Der konkrete Raum hoch über dem Mehlboden der Obermühle ist zwar noch nicht fertig, aber die Idee dahinter ist in den vergangenen zwei Jahren gediehen: "Wir möchten eine Szene für zeitgenössischen Tanz in Görlitz etablieren und freien Künstlern Raum zur Entfaltung geben", sagt Rosalind Masson. Unterstützt wird sie dabei von ihrem Mann Jörg Daubner, dem Inhaber der Obermühle.

Workshop für alle und Tanzstücke aus drei Ländern

Zu den TanzTagen gehören außer dem "Dance Walk" weitere Veranstaltungen, an denen sich die Görlitzer beteiligen können. Ob tanzerfahren oder nicht, ob Jung oder Alt: Das Festival eröffnet am 3. September, 17 Uhr, mit einem Workshop für alle, den Florence Freitag auf dem Mehlboden und der Insel der Obermühle anbietet. 

Nach dem "Dance Walk" am nächsten Tag kann man am Oktogon bei Speisen aus der Mühle über modernen Tanz diskutieren, danach folgt die Vorstellung einer Breslauer Tänzerin und Choreografin, die mit vielen Pflanzen auf der Bühne arbeitet. Am Sonnabend gibt es ein Dresdner Tanzstück im CityBowling und eins aus Prag im Oktogon. 

Corona erfordert Ticketreservierung

Für alle Veranstaltungen vom "Dance Walk" bis zum Essen muss man unter [email protected] reservieren, die Teilnehmerzahlen sind corona-bedingt beschränkt. Tickets gibt es als Festivalpass oder für einzelne Veranstaltungen.

Tickets/Reservierungen: [email protected]

Programm: https://trg.persona.co/NEWS

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