merken
PLUS

Döbeln

Tierheime für Besucher geschlossen

Die Tiere können sich mit dem Virus nicht infizieren. Trotzdem kommen Besucher nur noch nach Anmeldung ins Heim.

Rosi Pfumfel, Leiterin des Leisniger Tierheims, weist darauf hin, dass sich Haustiere nicht mit dem Coronavirus infizieren können.
Rosi Pfumfel, Leiterin des Leisniger Tierheims, weist darauf hin, dass sich Haustiere nicht mit dem Coronavirus infizieren können. © Dietmar Thomas

Leisnig. Das Tierheim in Leisnig ist ab sofort für Besucher geschlossen. Wer Fundtiere abgeben möchte, mit Hunden Gassi gehen will oder ein Tier aus dem Heim anschauen möchte, der muss sich ab sofort telefonisch im Büro melden. Dort ist von Montag bis Sonnabend jeweils von 10 bis 11 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr jemand zu erreichen

Grund für die Einschränkungen im Betrieb ist der Schutz des Teams vor dem kursierenden Coronavirus. „Wir können es uns nicht leisten, wenn ein Mitarbeiter aus unserem Team ausfällt“, sagt Leiterin Rosi Pfumfel. Sie betont, dass sich Haustiere nicht mit dem Virus infizieren können. Allerdings kann das Virus sich auf einem Tier befinden und dadurch übertragen werden. „Natürlich werden sich bei infizierten Menschen Viren auf den Türklinken, Möbeln und auf den Haustieren befinden“, sagt Pfumfel. Die meisten Krankheitserreger seien jedoch wirtsspezifisch. Das heißt, sie befallen nur eine bestimmte Tierart oder den Menschen. „Deshalb erkrankt ein Mensch nicht an Katzenschnupfen und eine Katze erkrankt nicht, wenn wir einen grippalen Infekt haben“, erklärt Pfumfel.

Reppe & Partner Immobilien

Bietet Ihnen das komplette Rundum-sorglos-Paket für Ihr Immobilieneigentum.

>>>Über die Ausbreitung des Coronavirus und über die Folgen in der Region Döbeln berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog.<<<

Nur in sehr seltenen Fällen gelänge es Erregern, diese Grenze zu überwinden. Zurzeit werde davon ausgegangen, dass das kursierende Coronavirus Covid-19 von einer Fledermaus auf einem Wildtiermarkt auf einen Menschen übertragen wurde. „Das heißt aber nicht, dass das Virus nun auch Katzen, Hunde oder Meerschweinchen infizieren kann“, betont die Leiterin des Leisniger Tierheims.

Ab Montag auch Ostrau geschlossen

Im Tierheim Ostrau gab es bis zum Freitag noch keine Einschränkungen aufgrund des Virus. „Der Betrieb läuft normal weiter“, sagte Mitarbeiterin Carmen Posner. Sie rechne jedoch damit, dass auch für die Tierheime Einschränkungen kommen werden, da bereits die Tierparks und Zoos geschlossen worden seien. Nach wie vor kommen die Helfer, um mit den Tieren Gassi zu gehen. Sollte diese Unterstützung wegfallen, könne das Team des Tierheims den Ausfall kompensieren, sagt Posner.

Inzwischen hat auch das Tierheim Ostrau auf Facebook bekannt gegeben, dass die Einrichtung ab Montag für zwei Wochen für Besucher geschlossen ist.

Mitarbeiterin Posner rechnet damit, dass sich in Zukunft Anfragen von Tierhaltern häufen könnten, die sich in Quarantäne befinden und dadurch selbst nicht mehr für ihre Hunde sorgen können. Bisher habe es diesbezüglich aber noch keine Anfragen gegeben.

Weiterführende Artikel

Symbolbild verwandter Artikel

Höchste Zahl an Corona-Toten in Sachsen in 24 Stunden

Sieben weitere Corona-Tote im Freistaat - insgesamt 32, jetzt 2.843 Infizierte. Drei weitere Corona-Patienten aus Frankreich nach Dresden geflogen: unser Newsblog.

Weggefallen ist in beiden Tierheimen zurzeit die Unterbringung von Pensionstieren. Da viele Urlauber ihre Reisen nicht antreten konnten, sind sie mit ihren Tieren zu Hause geblieben.

Mehr lokale Nachrichten aus Döbeln und Mittelsachsen lesen Sie hier.