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TV-Start für den "Ranger"

Die Fans müssen nicht mehr lange auf die neuen Folgen warten. Die Filmproduktion plant allerdings keine Premierenfeier in der Sächsischen Schweiz.

Zerbricht die Beziehung von Jonas Waldeck (Philipp Danne) und Emilia Graf (Lisa Tzschirner)? In der malerischen Landschaft der Sächsischen Schweiz spielen sich bald wieder Dramen ab.
Zerbricht die Beziehung von Jonas Waldeck (Philipp Danne) und Emilia Graf (Lisa Tzschirner)? In der malerischen Landschaft der Sächsischen Schweiz spielen sich bald wieder Dramen ab. © Daniel Schäfer

Flugzeugcrash, Beziehungskrise, Schicksalsschläge. "Der Ranger - Paradies Heimat" wartet mit zwei neuen Folgen auf, beide gedreht vor der malerischen Kulisse der Sächsischen Schweiz im Juli und August dieses Jahres. 

Nun rückt die Ausstrahlung nach einer langen Wartezeit für die ungeduldigen Fans endlich in greifbare Nähe. Offiziell bekanntgegeben wurden die TV-Termine für die Folgen "Entscheidungen" und "Zeit der Wahrheit" zwar noch nicht. 

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Das Erfolgsrad dreht sich wieder
Das Erfolgsrad dreht sich wieder

Das 55 Meter hohe Riesenrad Wheel of Vision bietet wieder klasse Aussichten über Dresden.

Doch wie Bianka Hopp, Pressereferentin beim MDR, gegenüber sächsische.de verriet, werden die etwa 90 Minuten langen Folgen nicht, wie es noch im Sommer hieß, zur Weihnachtszeit ausgestrahlt, sondern erst Anfang 2020.

Eine Verschiebung sei das aber nicht. "Die Weihnachtszeit war nie festgenagelt. Für die Terminfestlegung ist die Degeto zuständig", so Hopp. Die Degeto Film GmbH ist eine Tochter der ARD und für den Einkauf von Filmen zuständig. 

Produzent ist die "neue deutsche Filmgesellschaft mbH" (ndf) aus Unterföhring bei München, die auch für den mittlerweile abgesetzten Quotenschlager "Forsthaus Falkenau" und den immer noch erfolgreichen "Bergdoktor" verantwortlich zeichnet. 

Hier erfährt man doch noch Genaueres zur Frage, wann denn nun gesendet werden soll. Geplant sei derzeit eine Ausstrahlung der beiden "Ranger"-Folgen in den ersten zwei Januar-Wochen, so Producerin Jana Gutsch. 

Weil die Öffentlich-Rechtlichen sich jedoch mögliche Programmänderungen über einen Zeitraum von etwa sechs Wochen vorbehalten, müssen sich die Fans noch ein wenig gedulden, bis sie das genaue Datum erfahren.

Klar ist derweil, dass es dieses Mal keine Vorab-Premierenfeier vor Ort mehr geben wird. Ende November 2019 feierten Schauspieler und Regisseure noch zusammen mit einem kleinen Publikum das neue Format in Bad Schandau. Zu Gast war damals, neben der MDR-Fernsehspielchefin Jana Brandt, auch Wehlens Bürgermeister Klaus Tittel (CDU).

"Es ist ja keine neue Serie mehr, also keine 'Premiere-Premiere'", begründete Ndf-Pressesprecherin Anja Konen-Praxl die Entscheidung. Das bedeutet aber nicht, dass das "Ranger"-Team der Sächsischen Schweiz den Rücken kehrt. Immer wieder hatten Gutsch und auch Hauptdarsteller Philipp Danne die Landschaft und die Gastfreundschaft der Anwohner vor Ort gelobt.

Hier wurde eifrig gedreht: Schauspielerin Eva-Grein von Friedl am 19. Juli in der Pirnaer Altstadt. 
Hier wurde eifrig gedreht: Schauspielerin Eva-Grein von Friedl am 19. Juli in der Pirnaer Altstadt.  © Norbert Millauer

"Ich kann noch nichts Genaues verraten, aber wenn die Einschaltquoten erwartungsgemäß gut sind, dann kommen wir gerne zurück", sagte Gutsch. Schon im Sommer hatte die Producerin verkündet, bereits Ideen für neue "Ranger"-Folgen im Kopf zu haben.

Die zwei Folgen sind laut Konen-Praxl "so gut wie fertig". "Gerade werden noch letzte Feinjustierungen in der Bild- und Tonbearbeitung vorgenommen, dann werden die Filme ausgeliefert."

Achtung Spoiler: Schwere Entscheidungen beim "Ranger"

In "Entscheidungen" steckt Ranger Jonas Waldecke (Philipp Danne) in einem heftigen Zwiespalt. Denn seine neue Liebe, die Biologin Emilia Graf (Lisa Tzschirner) wird von ihrem Ex-Freund gebeten, eine Stelle in Greifswald anzunehmen.

Doch Emilia kann nur bleiben, wenn Jonas ein Stück Wald, das seiner Familie gehört, in den Nationalpark Sächsische Schweiz integriert, da ihre Arbeit dort gesichert wäre. Für das Grundstück aber interessiert sich auch Jonas Erzfeind, der Unternehmer Karl Nollau.

Zu allem Übel braucht Jonas dringend das Geld von Nollau, denn dem heimischen Sägewerk geht es nach einem Arbeitsunfall seiner Schwägerin Rieke (Eva-Maria Grein von Friedl) ziemlich schlecht. Gleichzeitig ist der Kanada-Rückkehrer im Park gefordert, als eine frisch zusammengefundene Patchwork-Familie auftaucht, deren Tochter plötzlich von einem Felsen stürzt.

Gedreht wurde neben Wehlen und Bad Schandau auch einen Vormittag in Pirna. Wer hier als Komparse dabei war, kann sich freuen. Etwa drei bis vier Minuten des Films spielen in der Altstadt, wie Gutsch verriet.

In Wehlen hatte die Produktionsfirma über mehrere Wochen hinweg das komplette Set aufgebaut: Wohnwägen, Zelte, Maske und Catering waren - zur Freude der Fans - hier stationiert. Bis zu 60 Mitarbeiter waren während der zwei Monate der Dreharbeiten vor Ort in der Region.

Gefährlich soll es auch in "Zeit der Wahrheit" werden. Martin Gruber, den viele aus der ZDF-Serie "Die Bergretter" kennen dürften, spielt in der vierten "Ranger"-Folge den Brandbeauftragten des Nationalparks, Maik Zerrlinger.

Weil Zerrlingers Frau teure Krebsmedikamente benötigt, lässt dieser sich auf einen dubiosen Transportflug mit einem Flugzeug ein, das jedoch in einem Waldstück zwischen Gohrisch und Königsstein abstürzt.

Die Szene der Explosion der Propellermaschine ist die wohl spektakulärste der Serie. Erst in letzter Sekunde kann "Ranger" Jonas Waldeck einen verheerenden Waldbrand verhindern.

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Einen ersten Eindruck davon verschaffen, ob es den Machern gelungen ist, die Sächsische Schweiz angemessen zu repräsentieren, können sich die Fans in wenigen Wochen. Dann nämlich wird ndf den ersten Trailer zu den neuen "Ranger"-Folgen veröffentlichen.  

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