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Weniger Stau in Dresden

Auf den Straßen geht es etwas schneller vorwärts, zeigen neue Daten. Doch es könnte noch mehr getan werden.

Trotz steigender Kfz-Zulassungen gab es im vergangenen Jahr weniger Stau in Dresden, sagt das Unternehmen Tomtom.
Trotz steigender Kfz-Zulassungen gab es im vergangenen Jahr weniger Stau in Dresden, sagt das Unternehmen Tomtom. © Archiv: Thomas Kretschel

Schneller zur Arbeit und schneller zurück nach Hause:  Dresdner Autofahrer standen im vergangenen Jahr etwas weniger im Stau. Das zeigen die von Tomtom gesammelten Echtzeit-Verkehrsdaten, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Demnach waren Autofahrer im Schnitt 25 Prozent länger unterwegs, als sie gebraucht hätten, wären die Straßen frei gewesen. Das war ein Prozent weniger als 2018 - trotz steigender Einwohner- und Autozahl in Dresden.

Wenig verwunderlich: Nerven brauchten Autofahrer vor allem im Berufsverkehr. Zwischen 7 und 8 Uhr hätte sich die Fahrzeit um 41 Prozent verlängert, zwischen 16 und 17 Uhr brauchten Pendler 46 Prozent mehr Zeit, um nach Hause zu kommen, rechnet der Anbieter für Navigationsgeräte vor, der für Dresden 55 Millionen aufgezeichnete Auto-Kilometer ausgewertet hat. Der Tag, an dem es am flüssigsten voran ging, war der 25. Dezember. Dagegen waren am 30. Oktober die Straßen am verstopftesten, so Tomtom. 

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Damit kommt Dresden auf Platz 13 der staureichsten deutschen Großstädte. Ganz vorn liegen Hamburg (34 Prozent längere Fahrzeit), Berlin und Wiesbaden (beide 32 Prozent). Weltweit belegt die sächsische Hauptstadt Rang 211. Am schnellsten geht es in Bielefeld (18 Prozent) und Wuppertal (17 Prozent) voran.

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"Die Hauptursache für das hohe Verkehrsaufkommen in deutschen Städten ist, dass nach wie vor in vielen Regionen das Auto das beliebteste Fortbewegungsmittel darstellt", so Tomtom. Um die Trendwende im Verkehr zu schaffen, sei es in den kommenden Jahre Aufgabe, die Anzahl der Fahrzeuge signifikant zu reduzieren. Bisher fehle hier die nötige Konsequenz. Als Beispiele nennt das Unternehmen einen kostenfreien Bus- und Bahnverkehr sowie weniger Parkplätze zugunsten breiterer Geh- und Radwege. Und: "Das drastischste, aber effektivste Mittel, um kurzfristige Änderungen im Mobilitätsverhalten herbeizuführen, sind Fahrverbote."

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