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Zoblitzer erzählen Märchen hoch zu Ross

Ein Pferdehof präsentiert am Sonnabend Dornröschen auf ganz eigene Art. Die Idee stammt aus Großstädten.

Marko Maaß (von links) ist Vereinsvorsitzender vom Pferdehof. Zusammen mit „Hahn“ Nico, Andrea Wunderlich, Lydia Birkner und den anderen Mitgliedern freut er sich auf die Gäste beim Pferdemusical.
Marko Maaß (von links) ist Vereinsvorsitzender vom Pferdehof. Zusammen mit „Hahn“ Nico, Andrea Wunderlich, Lydia Birkner und den anderen Mitgliedern freut er sich auf die Gäste beim Pferdemusical. © C. Junghanß

Der König wird samt seinem Gefolge hoch zu Ross einreiten. Mehr als 30 Darsteller, etwa 20 Pferde und sogar ein gelber „Hahn“ sind beim Zoblitzer Pferdemusical mit dabei. Dornröschen steht diesmal auf dem Spielplan. Der Verein „Pferdehof Maaß“ veranstaltet zum fünften Mal ein Pferdemärchen in Eigenregie – einer der Höhepunkte auf dem Dorf, auf den sich die Einwohner und Gäste aus der ganzen Region schon freuen.

Geprobt für die Aufführung wird seit dem Frühjahr. Viele der Mitwirkenden schneidern ihre Kostüme selber. Auf die Idee einer solchen Veranstaltung gekommen ist Vereinsmitglied Andrea Wunderlich. Die Zoblitzerin hatte Pferdemärchen-Shows in Großstädten gesehen und war begeistert. Warum also nicht mitten im Dorf eine solche Geschichte selber auf die Beine stellen? Vereinschef Marko Maaß und die anderen Mitglieder fanden den Gedanken prima und wagten 2014 die Premiere. Die kam bei den Besuchern an.

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Gleich beim ersten Mal waren 100 Zuschauer dabei. Schnell habe sich die Erstaufführung herumgesprochen und ebenso schnell war klar: Es wird Wiederholungen geben. Mittlerweile, so erzählt Hofeigentümer Marko Maaß, seien im Durchschnitt 500 Besucher dabei. Das sind dreimal so viele Gäste, wie der kleine Reichenbacher Ortsteil an Einwohnern hat. „Wir bekommen sogar schon Anrufe von Leuten, die Karten reservieren möchten“, erzählt der ehemalige Kreismeister im Springreiten.

Am 31. August ist es wieder soweit. Dann verwandelt sich eine der Koppeln zwischen den weitläufigen Wiesen zur großen Naturbühne. Und auch eine Märchenerzählerin ist dabei, die das Grimmsche Märchen von der Prinzessin - die nach dem Stich der Spindel in einen hundertjährigen Tiefschlaf fällt – begleitet. Vereins- und deren Familienmitglieder und Freunde schlüpfen in die Schauspielerrollen – gemeinsam mit den Pferden, die für diesen Tag besonders schick zurecht gemacht werden. Der Humor soll nicht zu kurz kommen. Deshalb taucht, entgegen der Grimmschen Originalfassung, auch die eine oder andere Fantasiegestalt auf. Ein Hahn beispielsweise ist dabei und sogar kleine blaue Männlein. Zuviel jedoch soll im Vorfeld nicht verraten werden. Die Besucher dürfen auf Überraschungen gespannt sein.

Marko Maaß und Anna Linke haben den Zoblitzer Hof mit rund sieben Hektar Land 2004 gekauft. Ein Traum sei damit in Erfüllung gegangen, sagt der Eigentümer. Den Verein ins Leben riefen Maaß und Linke vor acht Jahren. Mittlerweile gibt es 20 Vereinsmitglieder. Auf dem Hof leben 30 Pferde. Im Sommer werden Reiterferien angeboten, die in der Regel 100 Kinder nutzen. „Die weiteste Anreise hatten Gäste aus Bayern, aber auch Ferienkinder aus Großstädten wie Dresden kommen gern hierher“, sagt Marko Maaß. Nicht zu vergessen die vielen Mädchen und Jungen sowie Erwachsene, die Reiten lernen möchten. Die elfjährige Tuana ist von klein auf mit dabei. „Mir macht das hier auf dem Pferdehof großen Spaß“, sagt die Reichenbacherin. Selbstverständlich schlüpft Tuana ebenfalls in eine Rolle beim Pferdemusical. Sie gehört zum „Geburtagsgefolge“ des Königs. „Den spielt nämlich mein Opa“, verrät das Mädchen.

Das Pferdemärchen wird am 31. August, 18.30 Uhr, auf dem Pferdehof Maaß aufgeführt, Einlass ist ab 17 Uhr. Am 1. September findet ab neun Uhr ein öffentliches Hofturnier statt. Auch da sind Zuschauer herzlich willkommen.

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