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Klimademonstranten kleben sich an Gemälde in Berliner Gemäldegalerie

Erneut haben sich Mitglieder der Initiative "Letzte Generation" an einem Bild festgeklebt. Dieses Mal ist das Gemälde "Ruhe auf der Flucht nach Ägypten" in der Gemäldegalerie in Berlin betroffen.

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Zwei Aktivistinnen von "Letzte Generation" haben sich in Berlin am Gemälde "Ruhe auf der Flucht nach Ägypten" festgeklebt.
Zwei Aktivistinnen von "Letzte Generation" haben sich in Berlin am Gemälde "Ruhe auf der Flucht nach Ägypten" festgeklebt. © Letzte Generation/Twitter

Klimademonstranten haben sich erneut an einem Museumsbild festgeklebt. Am Donnerstag war die Gemäldegalerie in Berlin betroffen.

Die Staatlichen Museen bestätigten die Attacke. Betroffen ist das Gemälde "Ruhe auf der Flucht nach Ägypten" von Lucas Cranach dem Älteren (1472-1553).

Nach dpa-Informationen klebten sich zwei Frauen am Rahmen des Gemäldes fest. Dabei wurde die Alarmanlage ausgelöst. Die Demonstrantinnen hatten ein Plakat der Bewegung "Letzte Generation" dabei, auf ihren T-Shirts stand "Stoppt den fossilen Wahnsinn".

Am Mittwoch hatten sich zwei Klimademonstranten im Frankfurter Städel am Rahmen eines großen Gemäldes festgeklebt. Erst am Dienstag hatte es eine ähnliche Aktion in der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden gegeben.

In diesem Jahr blockierten die Mitglieder der "Letzten Generation" bundesweit bereits Hunderte Straßen.

Deutscher Kulturrat kritisierte die Protestaktionen

Die Initiative fordert von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne), dass sie sich stärker für den Ausbau der erneuerbaren Energien einsetzen.

Der Deutsche Kulturrat kritisierte die Protestaktionen in Museen. Sich an Rahmen berühmter Kunstwerke zu kleben, sei "eindeutig der falsche Weg", sagte der Geschäftsführer des Spitzenverbands der Bundeskulturverbände, Olaf Zimmermann, am
Donnerstag in Berlin.

Gleichzeitig äußerte er Verständnis für die Verzweiflung der Klimaaktivisten. Die Kunstwerke drohten bei den Aktionen beschädigt zu werden, warnte der Geschäftsführer des Kulturrats. Einige der bislang
betroffenen Objekte seien Teil des Weltkulturerbes und gehörten daher "ebenso geschützt wie unser Klima". (dpa/epd)