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Sachsens Linke bestätigt Doppelspitze

Susanne Schaper und Stefen Hartmann bleiben Vorsitzende. Nach anfänglicher Skepsis bekommen sie nun auch Unterstützung von Rico Gebhardt.

Von Thilo Alexe
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Bleiben eine Doppelspitze: Susanne Schaper und Stefan Hartmann.
Bleiben eine Doppelspitze: Susanne Schaper und Stefan Hartmann. © dpa/Oliver Killig

Schkeuditz. Knapp zwei Monate nach den drastischen Verlusten bei der Bundestagswahl hat Sachsens Linke ihren Landesvorstand gewählt. Die seit zwei Jahren amtierende Doppelspitze wurde am Samstag bei dem Parteitag in Schkeuditz nahe Leipzig bestätigt. Die Chemnitzer Landtagsabgeordnete Susanne Schaper erhielt 71,9 Prozent der Stimmen. Stefan Hartmann, Mitarbeiter von Bundestagsfraktionschef Dietmar Bartsch, kam auf 76,5 Prozent der Stimmen. Beide erhielten damit bessere Ergebnisse als bei ihrer ersten Wahl.

Schaper warb in ihrer Bewerbungsrede vor rund 170 Delegierten für ein besseres internes Klima und das Erarbeiten gemeinsamer Positionen. Destruktive Flügelkämpfe müssten aufhören. "Wir sind uns auch darin einig, dass die Linke politisch nur überleben wird, wenn wir zusammen agieren nicht gegeneinander", sagte sie, auch im Namen ihres Mitbewerbers Hartmann. "Schubladen gehören geschlossen", mahnte Schaper.

Der Leipziger Hartmann betonte: "Wir müssen uns am eigenen Schopf aus der Situation, in der wir gerade sind, herausziehen." Er warb für eine Linke, "die mit beiden Beinen in der Wirklichkeit steht".

Unterstützung von Gebhardt und Mertsching

Landtagsfraktionschef Rico Gebhardt sagte vor der Wahl, 2019 sei er nicht für diese Doppelspitze gewesen. Er habe sich aber eines Besseren belehren lassen und unterstütze das Duo. Auch die Landtagsabgeordnete Antonia Mertsching warb öffentlich für Schaper und Hartmann.

Bei der Bundestagswahl hatte die Linke in Sachsen drastisch verloren und kam nur noch auf einen einstelligen Prozentanteil (9,3). Auch bei der Landtagswahl 2019 verzeichnete sie Verluste. Die Zahl der Sitze halbierte sich fast. Allerdings verhalf bei der Bundestagswahl der Erfolg von Sören Pellmann in Leipzig der Partei zum Einzug ins Parlament. Sie errang bei 4,9 Prozent der Zweitstimmen bundesweit drei Wahlkreise und ist deshalb im Bundestag vertreten.