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Michael Kretschmer: "Ich bleibe Sachsen treu"

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer will nicht für den CDU-Vorsitz kandidieren. Doch eine Option hält er sich noch offen.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer erteilt allen Spekulationen, er könne als neuer CDU-Chef nach Berlin wechseln, eine Absage.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer erteilt allen Spekulationen, er könne als neuer CDU-Chef nach Berlin wechseln, eine Absage. © dpa

Dresden. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer wird nicht für den Posten des CDU-Vorsitzenden kandidieren. „Ich bleibe Sachsen treu“, beendete der 46-Jährige am Mittwoch gegenüber Sächsische.de alle Spekulationen um seine Person in den vergangenen Tagen. Kretschmer war neben dem Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, Daniel Günther, als möglicher Anwärter auf die Nachfolge von Armin Laschet gehandelt worden.

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„Ich habe in Sachsen eine wichtige Aufgabe, die ich nicht nur erfüllen muss, sondern erfüllen will“, sagte Kretschmer weiter. „Die Menschen haben mich gewählt, und das Vertrauen, das sie in mich gesetzt haben, werde ich nicht enttäuschen.“ Er wolle bis 2024 in einem „schwierigen Bündnis“, wie er die in Sachsen regierende „Kenia-Koalition“ aus CDU, Grünen und SPD bezeichnete, weiterhin das Land voranbringen. „Diese Aufgabe werde ich erfüllen, so wie die Menschen, die mich gewählt haben und unterstützen, es von mir erwarten dürfen", sagte Kretschmer.

Michael Kretschmer ist seit 2017 Ministerpräsident in Sachsen

Michael Kretschmer ist seit Dezember 2017 Ministerpräsident des Freistaats Sachsen. Davor war er Bundestagsabgeordneter und Vize-Fraktionschef, zudem lange Jahre Generalsekretär der sächsischen CDU. Zuletzt hatte die Sachsen-CDU bei der Bundestagswahl vor drei Wochen einen historischen Tiefststand erreicht und war nicht nur hinter die AfD, sondern auch hinter die SPD zurückgefallen.

Ob Kretschmer für einen CDU-Stellvertreters seinen Hut in den Ring werfen wird, ließ der 46-Jährige allerdings offen. „Ich kann mir vorstellen, bei der Neuaufstellung der CDU mitzuwirken“, sagte Kretschmer. „Aber das hängt von den Personen ab, die vorne stehen.“ Einen klaren Favoriten für den Parteivorsitz sehe er derzeit noch nicht.

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„Ich bin erstmal ein Vertreter des ‚Clubs der klaren Aussprache‘ – danach sehen wir weiter“, sagte Kretschmer. „Es geht jetzt nicht nur darum, dass jemand an die Spitze der CDU kommt, der nicht nur am besten unsere bürgerlich-konservativen Werte vertritt, sondern der auf für ein starkes und modernes Nachvornegehen in die Zukunft steht.“

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