Radeberg
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Widerstand gegen 46-Meter-Mast von Sachsen-Energie in Radeberg

Der Energieversorger Sachsen-Energie will in Radeberg einen 46 Meter hohen Mobilfunkmast errichten - dagegen formiert sich nun Widerstand aus der Bevölkerung.

Von Verena Belzer
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An dieser Stelle in Radeberg will der Energieversorger Sachsen-Energie einen Mast errichten.
An dieser Stelle in Radeberg will der Energieversorger Sachsen-Energie einen Mast errichten. © SZ/Verena Belzer

Radeberg. Der Energieversorger Sachsen-Energie will in Radeberg einen Mobilfunkmast errichten und hat beim Landratsamt einen entsprechenden Bauantrag eingereicht. Die Stadt findet, dieser Plan sei mit den öffentlichen Belangen nicht vereinbar. Unterstützung bekommt die Verwaltung nun von einer Gruppe von rund 20 Bürgern, die eine Bürgerinitiative gegen den Mast gegründet haben und am kommenden Donnerstag, 16. März, von 14 bis 17 Uhr am Standort des geplanten Masts eine Mahnwache abhalten wollen. An der Heinrich-Gläser-Straße, Ecke Heidestraße wollen die Teilnehmer andere Radeberger mit Bannern und Transparenten auf ihren Protest aufmerksam machen.

Kritiker befürchten Eingriff ins Stadtbild und Funkstrahlung

Eine der Initiatoren der Bürgerinitiative ist Solveig Voigt. Die Radebergerin wohnt selbst nur rund 200 Meter vom geplanten Standort entfernt. "Ich bin gegen den Mast, weil er an einer exponierten Stelle entstehen soll und mit seinen 46 Metern die Stadtsilhouette verändern würde. Das wäre ein richtiges Monstrum." Der Mast würde sogar die Stadtkirche um zehn Meter überragen, argumentiert Solveig Voigt, der es in erster Linie um das Stadtbild gehe, "in zweiter Linie aber auch um die Strahlung".

"Wir brauchen nicht noch mehr Strahlung", findet sie. "200 Meter weiter steht der alte Schornstein von Robotron, auf dem auch schon viel Funktechnik verbaut ist. Und auch 600 Meter weiter, an der Dresdener Straße, steht ein Funkmast." Ihr sei nicht klar, warum es an dieser Stelle noch einen Mast brauche.

"Mit unserer Mahnwache und unserem Protest wollen wir auf das Thema aufmerksam machen und zeigen, dass wir diesen Mast nicht wollen."

Auch die Stadtverwaltung ist gegen den Mast

Auch die Stadt hat fürs Erste ihr Einvernehmen zu dem Bauvorhaben versagt und eine entsprechende Antwort an das Landratsamt Bautzen geschickt. "Aufgrund der vorhandenen Gemengelage in diesem Bereich mit vorhandenem Bestand an Kinderbetreuungseinrichtungen im Umkreis von 500 Metern wird eingeschätzt, dass dieses Bauvorhaben mit den öffentlichen Belangen an diesem Standort nicht vereinbar ist", schreibt die Stadt Radeberg in ihrer Stellungnahme. Nun liegt die Angelegenheit beim Landratsamt, das die Stadt zur erneuten Stellungnahme aufgefordert hat.

Bis wann in der Sache entschieden wird, ist unklar. Kurz gesagt: Ob Sachsen-Energie den Mast überhaupt bauen darf, ist nicht absehbar.